Wiesen-Hainsimse

Luzula campestris


Gattung (genus)

Luzula campestris agg.

Gattung (genus)

Hainsimse / Luzula

Familie (familia)

Simsengewächse / Juncaceae


Synonyme: Wiesen-Feld-Hainsimse, Gewöhnliche Hainsimse, Hügel-Hainsimse, (Eigentliche) Feld-Hainsimse, Hasenbrot; Luzula campestris subsp. campestris            

Unterirdische Ausläufer (kriechendes Rhizom), Pflanze daher lockerrasig; Stängelblattränder fast glatt oder zerstreut papillös-gesägt (2–5 Papillen pro mm) (Stereomikroskop mit 45× Vergrößerung!); Stomata der mittleren Stängelblätter (25)30–40(45) μm lang (Mikroskop!)meist zumindest einer der Ährenstiele (zuletzt) zurückgekrümmt; Ähren 2–6, 3–9-blütig; Peri­gonblätter 3–4 mm lang, äußere gleich lang wie die inneren (vereinzelte manchmal unbedeutend länger); Anthere i.d.R. 1,3–3,1 mm lang, (2,5)3–6× so lang wie der Staubfaden; Griffel länger als 0,4 mm; Samen meist 0,9–1 mm breit, breit-eiförmig bis fast kugelig, Anhängsel meist mindestens (0,4)0,5 mm lang. Höhe: (5)10–20(40) cm, zur Blütezeit höchstens 15 cm hoch. Ausdauernd; Hemikryptophyt. III–V(VI). Trockene bis wechsel­feuchte, ± bodensaure Magerrasen, Brachen, Raine, Weide­rasen, Garten- und Parkrasen, Obstgärten; karbonatmeidend; collin–submontan(–subalpin?); häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

He.

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (5)10–20(40) cm, zur Blütezeit höchstens 15 cm hoch

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)

Blütenstand:

  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
  • Infloreszenz wenigblütig

Ähren 2–6, 3–9-blütig

meist zumindest einer der Ährenstiele (zuletzt) zurückgekrümmt

Blütenblätter:

  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)

Peri­gonblätter 3–4 mm lang, äußere gleich lang wie die inneren (vereinzelte manchmal unbedeutend länger)

Perigon hellbraun bis dunkelbraun

Perigonblätter 6, trockenhäutig

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

Griffel länger als 0,4 mm

Fruchtknoten oberständig, 1- oder 3-fächrig

Griffel 1

Narben 3

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Anzahl: 3 Staubblätter

Anthere in der Regel 1,3–3,1 mm lang, (2,5)3–6× so lang wie der Staubfaden

Antheren vom Konnektiv nicht überragt

Staubblätter meist 6, selten 3

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Unterirdische Ausläufer (kriechendes Rhizom), Pflanze daher lockerrasig

Stängel im Querschnitt meist ± stielrund (nie scharf­kantig)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gesägt
  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig

Laubblätter grundständig oder wechselständig, binsen- oder grasartig, am Grund scheidig

Laubblattscheiden ohne Öhrchen oder Öhrchen kurz, ganzrandig (nicht tief zerschlitzt)

Laubblattspreite flach (dorsiventral), zumindest an der Scheidenmündung ± lang bewimpert;

Laubblätter ± deutlich bewimpert

Laubblattspitze stumpflich, meist mäßig verdickt

Spreite ± flach

Stängelblattränder fast glatt oder zerstreut papillös-gesägt (2–5 Papillen pro mm)

Stomata der mittleren Stängelblätter (25)30–40(45) μm lang

Frucht:

Frucht: 3-klappige, fachspaltige Kapsel

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Samen mit Elaiosomen (helle, fleischige Anhängsel)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Same meist 0,9–1 mm breit, breiteiförmig bis fast kugelig, Anhängsel meist mindestens (0,4)0,5 mm lang

Frucht 3-samig, 1-fächrig

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte

Trockene bis wechsel­feuchte, ± bodensaure Magerrasen, Brachen, Raine, Weide­rasen, Garten- und Parkrasen, Obstgärten

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–submontan(–subalpin?)

Geologie/Boden:

karbonatmeidend

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

III–V(VI)