

Moschus-Malve
Malva moschata
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Moschus-Käsepappel,Bisam-Malve,Bisam-Rosenpappel; Bismalva moschata
Grundblätter seicht gelappt; Stängel ohne Sternhaare, nur mit einfachen, abstehenden Haaren; Außenkelchblätter linealisch-lanzettlich, meist 1–1,5 mm breit; Kelch und Außenkelch mit Sternhaaren und längeren, 1–3-strahligen Büschelhaaren; Kronblätter (20)25–35 mm lang; Teilfrucht am Rücken dicht behaart, auf den Seiten glatt. Höhe: 20–60 cm. Hemikryptophyt. VI–X. Trockene bis mäßig trockene Fettwiesen, Säume, ruderale Halbtrockenrasen, auch halbruderal an Straßenrändern und -böschungen; collin–montan; zerstreut bis selten. Westeuropa, Mitteleuropa, submediterran. Archäophyt (?). Ehemals kultiviert, heute auch in „Blumenwiesenmischungen“.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
Archäophyt (?). Ehemals kultiviert, heute auch in „Blumenwiesenmischungen“ angesalbt
Verbreitung:
Westeuropa, Mitteleuropa, submediterran
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 20–60 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
- tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Infloreszenz wenigblütig
- Nur Einzelblüten
- Typ: Dolde
- Typ: Traube
Blüten in den Achseln von Laubblättern, die unteren einzeln, die obersten meist traubig bis doldig gehäuft
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
Kronblätter tief ausgerandet, rosa, selten weiß.
Kronblatt (20)25–35 mm lang.
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 6 oder mehr
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: zahlreiche Staubblätter (mehr als zehn)
- Staubblätter verwachsen
Blütenkelch:
- Anzahl: 3 Kelchblätter
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch behaart oder bewimpert
- Kelch verwachsenblättrig
- Kelchzähne deutlich
Außenkelchblatt linealisch-lanzettlich, meist 1–1,5 mm breit
Kelch u. Außenkelch mit Sternhaaren u. längeren, 1–3-strahligen Büschelhaaren
Blütenduft:
Blütenduft: schwach, duftwechselnd nach Geschlechterphase: ♂: Honig+Schaf, ♀: ohne Duft
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Pflanze behaart
Stängel stets aufrecht
Stängel ohne Sternhaare, nur mit einfachen, abstehenden Haaren
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattform: geteilt, gespalten
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: gesägt
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
- mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
- Nervatur fieder-/netznervig
Mittlere u. obere Stängelblätter tief handförmig geschnitten
Abschnitte meist tief fiederteilig
untere Stängelblätter gelappt bis gespalten, Abschnitte kerbsägig
Blüten in den Achseln von Laubblättern
Grundblätter seicht gelappt
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Lebensraum:
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
- Halbtrockenrasen
- Ruderalstandorte
Trockene bis mäßig trockene Fettwiesen, Säume, ruderale Halbtrockenrasen, auch halbruderal an Straßenrändern u. -böschungen
Archäophyt (?). Ehemals kultiviert, heute auch in „Blumenwiesenmischungen“ angesalbt
Ökologie:
Trockene bis mäßig trockene Fettwiesen, Säume, ruderale Halbtrockenrasen, auch halbruderal an Straßenrändern u. -böschungen
Archäophyt (?). Ehemals kultiviert, heute auch in „Blumenwiesenmischungen“ angesalbt
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
VI–X

