Ross-Minze

Mentha longifolia


Gattung (genus)

Mentha spicata agg.

Gattung (genus)

Minze / Mentha

Familie (familia)

Lippenblütler / Lamiaceae


SynonymWild-Minze

Geruch wenig angenehm. Stängel zottig-grau-weichhaarig; Laubblatt unterseits filzig, länglich-lanzettlich bis länglich-elliptisch, vorn spitz. Laubblattspreite nicht runzelig, Grund deutlich keilig; Kelch zur Fruchtzeit oben eingeschnürt, Krone hellblaulila. Höhe: 50–100 cm. He. VII–IX. Gräben, Ufer, feuchte bis nasse Weiderasen, grundfeuchte Waldschläge, nasse Wiesen; collin–subalpin; Volksarzneipflanze (Hauptkomponente: Piperitonoxid).Variabel.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Volksarzneipflanze (Hauptkomponente: Piperitonoxid)

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Variabel.

 

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 50–100 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)

siehe Mentha spicata agg

 

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig

Krone hellblaulila

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

siehe Mentha spicata agg

Kelch zur Fruchtzeit oben eingeschnürt

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

siehe Mentha spicata agg

Stängel zottig-grau-weichhaarig; Laubblatt unterseits filzig

Geruch wenig angenehm

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite lanzettlich

siehe Mentha spicata agg

Laubblatt unterseits filzig

Laubblätter länglich-lanzettlich bis länglich-elliptisch, vorn spitz.

Laubblattspreite nicht runzelig, Grund deutlich keilig

Geruch wenig angenehm

Blattstiel:

siehe Mentha spicata agg

Laubblattspreite nicht runzelig, Grund deutlich keilig

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht zwei- bis wenigsamig

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Gräben, Ufer, feuchte bis nasse Weiderasen, grundfeuchte Waldschläge, nasse Wiesen

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Gräben, Ufer, feuchte bis nasse Weiderasen, grundfeuchte Waldschläge, nasse Wiesen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

Geologie/Boden:

Gräben, Ufer, feuchte bis nasse Weiderasen, grundfeuchte Waldschläge, nasse Wiesen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VII–IX