Hügel-Frühlings-Schmalmiere

Sabulina glaucina

Gattung (genus)

Schmalmiere / Sabulina

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonyme: Hügel-Frühlings-Miere, Östliche Frühlings-Miere, Minuartia ver­na, Minuartia verna subsp. collina, Minuartia glaucina

Stängel 1- bis vielblütig; sterile Laubblattbüschel in den Laubblattachseln der blühenden Stängel meist vorhanden; Laubblätter wenigstens am Grund unterseits 3-nervig, Furchen zwischen den Nerven eng, meist schmäler als die Nerven; oberste Laubblätter trockenhäutig; Endblütenstand (6)10–20(30)-blütig; Blütenstiele 13–18 mm lang; Kelchblätter 3–4 mm lang, beim Blühen abstehend; Kronblätter 3–4 mm lang, 1–1½(1¾)× so lang wie der Kelch, vorn abgerundet; Antheren gelb (?) bis purpur­grau, zuletzt dunkelpurpurn; Früchte 3–4 mm lang, 1–1¼× so lang wie die Kelchblätter; Samen 0,4–0,6(0,7) mm im Durchmesser, mit stumpfen Papillen, diese kürzer als breit; Höhe: 5–15 cm. Chamaephyt. Blütezeit: V–VIII(X). Trockenrasen; besonders auf Sandböden; collin–montan; zerstreut bis selten; im Nord-Burgenland vorkommend.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

  • Nordburgenland

im Nord-Burgenland vorkommend

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Stängel 1- bis vielblütig; sterile Laubblattbüschel in den Laubblattachseln der blühenden Stängel meist vorhanden

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 5–15 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Stängel 1- bis vielblütig

Endblütenstand (6)10–20(30)-blütig

Blütenstiele 13–18 mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter 3–4 mm lang, 1–1½(1¾)× so lang wie der Kelch, vorn abgerundet

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Fruchtblätter verwachsen

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel gelb
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Antheren gelb (?) bis purpur­grau, zuletzt dunkelpurpurn

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kelchblätter 3–4 mm lang, beim Blühen abstehend

Kronblätter 1–1½(1¾)× so lang wie der Kelch

Früchte 3–4 mm lang, 1–1¼× so lang wie die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Hochblätter vorhanden

Stängel 1- bis vielblütig; sterile Laubblattbüschel in den Laubblattachseln der blühenden Stängel meist vorhanden

oberste Laubblätter trockenhäutig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Stängel 1- bis vielblütig; sterile Laubblattbüschel in den Laubblattachseln der blühenden Stängel meist vorhanden

Laubblätter wenigstens am Grund unterseits 3-nervig, Furchen zwischen den Nerven eng, meist schmäler als die Nerven

oberste Laubblätter trockenhäutig

Blattstiel:

Frucht:

Früchte 3–4 mm lang, 1–1¼× so lang wie die Kelchblätter

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 0,4–0,6(0,7) mm im Durchmesser, mit stumpfen Papillen, diese kürzer als breit

Lebensraum:

  • Trockenrasen

Trockenrasen; besonders auf Sandböden

im Nord-Burgenland

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)

Trockenrasen; besonders auf Sandböden

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Trockenrasen; besonders auf Sandböden

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–VIII(X)