Borsten-Miere

Minuartia setacea


Gattung (genus)

Miere ieS / Minuartia s.str.

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonym: Alsine setacea

Blütenstiele der Endblüten zur Blütezeit meist 2–4× so lang wie der Kelch und 1–3× so lang wie die obersten Laubblätter (Blüten daher nicht ge­häuft); Kelchblätter 2–3,5 mm lang, weiß, beiderseits des Mittelnervs mit grünem Streifen; Kronblätter etwas länger als die Kelchblätter; Früchte so lang oder etwas länger als die Kelchblätter. Höhe: (5)10–15(20) cm. Chamaephyt. Blütezeit: V–VIII(IX). Fels-, Schotter- und Sandfluren; karbonatliebend; collin–submontan; selten bis sehr selten; im Nord-Burgenland (Ruster Hügelland) vorkommend.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

  • Nordburgenland

im Nord-Burgenland (Ruster Hügelland) vorkommend

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • verholzt

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (5)10–15(20) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Nur Einzelblüten
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstiele der Endblüten zur Blütezeit meist 2–4× so lang wie der Kelch und 1–3× so lang wie die obersten Laubblätter (Blüten daher nicht ge­häuft)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter etwas länger als die Kelchblätter

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Blütenstiele der Endblüten zur Blütezeit meist 2–4× so lang wie der Kelch Kelchblätter 2–3,5 mm lang, weiß, beiderseits des Mittelnervs mit grünem Streifen

Früchte so lang oder etwas länger als die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blütenstiele der Endblüten zur Blütezeit meist 2–4× so lang wie der Kelch und 1–3× so lang wie die obersten Laubblätter (Blüten daher nicht ge­häuft)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Blütenstiele der Endblüten zur Blütezeit meist 1–3× so lang wie die obersten Laubblätter

Blattstiel:

Frucht:

Früchte so lang oder etwas länger als die Kelchblätter

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Felsstandorte

Fels-, Schotter- und Sandfluren

im Nord-Burgenland (Ruster Hügelland) vorkommend

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)

Fels-, Schotter- und Sandfluren; karbonatliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin–submontan

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend

Fels-, Schotter- und Sandfluren; karbonatliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

V–VIII(IX)