Kleb-Schmalmiere
Sabulina viscosa
Gattung (genus)
Familie (familia)
Nelkengewächse / Caryophyllaceae
Synonym: Minuartia viscosa
Stängel oben meist drüsig; Blütenstiele viel länger als die Kelchblätter (Blüten daher nicht gebüschelt); Kelchblätter 2–2,5(3) mm lang, so lang oder etwas länger als die Früchte, schmallanzettlich, spitz, ihre Nerven fast parallel; Kronblätter ½× so lang wie die Kelchblätter; Früchte 2(3) mm lang; Samen 0,25–0,35 mm breit; Höhe: (3)5–10 cm. Therophyt. Blütezeit: V–VII. Lückige Silikat-Trockenrasen, sandige Äcker (?), auch halbruderal (noch?); collin; sehr selten; im Burgenland unsicher, ob tatsächlich verschollen oder ausgestorben (Gemeinde Oslip; Günser Gebirge).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
im Burgenland unsicher, ob tatsächlich verschollen oder ausgestorben
Verbreitung:
Hauptverbreitung: in Mitteleuropa selten, besonders Ost- und Nordost-Europa
Gebiet:
im Burgenland unsicher, ob tatsächlich verschollen oder ausgestorben (Gemeinde Oslip; Günser Gebirge)
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Infloreszenz lockerblütig
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstiele viel länger als die Kelchblätter (Blüten daher nicht gebüschelt)
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
Kronblätter ½× so lang wie die Kelchblätter
Kelchblätter 2–2,5(3) mm lang
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch freiblättrig
Kelchblätter 2–2,5(3) mm lang, so lang oder etwas länger als die Früchte, schmallanzettlich, spitz, ihre Nerven fast parallel
Kronblätter ½× so lang wie die Kelchblätter
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze drüsig
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Blütenstiele viel länger als die Kelchblätter (Blüten daher nicht gebüschelt)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite linealisch
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Trockenrasen
- Ruderalstandorte
- Äcker und Ackerrandstreifen
Lückige Silikat-Trockenrasen, sandige Äcker (?), auch halbruderal (noch?)
im Burgenland unsicher, ob tatsächlich verschollen oder ausgestorben (Gemeinde Oslip; Günser Gebirge)
Ökologie:
- Störungszeiger
Lückige Silikat-Trockenrasen, sandige Äcker (?), auch halbruderal (noch?)
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
collin
Geologie/Boden:
- Flachgründige Böden
- Säureliebend (=acidophil)
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Lückige Silikat-Trockenrasen, sandige Äcker (?), auch halbruderal (noch?)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
V–VII