Schlaffes Sumpf-Vergissmeinnicht
Myosotis laxa
Gattung (genus)
Artengruppe Sumpf-Vergissmeinnicht / Myosotis palustris agg.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Raublattgewächse / Boraginaceae
Synonyme: „Rasen-Vergissmeinnicht“ (unpassender und irreführender Name!); Myosotis caespitosa, Myosotis scorpioides subsp.caespitosa, Myosotis laxa subsp. caespitosa
Stängel stielrund, aufrecht bis aufsteigend oder liegend oder flutend; Behaarung nahezu ausschließlich aufwärts-anliegend oder Pflanze fast kahl; Laubblätter stumpf; Blütenstand meist reichästig, endständige Wickeläste meist mit 1–2 oder mehreren Hochblättern; Blüten immer zwittrig; Fruchtkelch auf 40–50 % geteilt; Kronsaum trichterförmig oder flach ausgebreitet, 3–6 mm im Durchmesser; Anthere 0,6–0,9 mm lang; Pollenkörner 11,5–13,0 µm lang; Griffel zur Anthese ≈ 1,1 mm lang, ≈ so lang wie die Kelchröhre, zur Fruchtzeit 1,1–1,5 mm lang, höchstens so lang wie die Klause; Fruchtstiele 6–25 mm lang, ± waagrecht (an Herbarmaterial in verschiedenen Richtungen abstehend), die der untersten Blüte des Wickels häufig auffallend verlängert und zurückgeschlagen; Klausen breit-eiförmig, 1,2–1,7 mm lang und 0,9–1,4 mm breit, 1,1–1,4× so lang wie breit. Gesamtlänge: 5–100 cm lang. Therophyt–Hemikryptophyt. V–VIII(X). Ufergesellschaften, Gräben, Feuchtwiesen, Niedermoore, selten feuchte Wälder; collin–submontan; selten bis sehr selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Wuchsform:
- annuell
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Gesamtlänge: 5–100 cm lang
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blüten immer zwittrig
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstand meist reichästig, endständige Wickeläste meist mit 1–2 oder mehreren Hochblättern
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blüten stieltellerförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen
Blüten immer zwittrig
Kronsaum trichterförmig oder flach ausgebreitet, 3–6 mm im Durchmesser
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Griffel zur Anthese ≈ 1,1 mm lang, ≈ so lang wie die Kelchröhre, zur Fruchtzeit 1,1–1,5 mm lang, höchstens so lang wie die Klause
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
Anthere 0,6–0,9 mm lang; Pollenkörner 11,5–13,0 µm lang
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
- Wuchs: Pflanze kriechend/dem Boden anliegend
Stängel stielrund, aufrecht bis aufsteigend oder liegend oder flutend; Behaarung nahezu ausschließlich aufwärts-anliegend oder Pflanze fast kahl
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Spreite eiförmig
- Spreite elliptisch
- Spreite lanzettlich
Behaarung nahezu ausschließlich aufwärts-anliegend oder Pflanze fast kahl
Laubblätter stumpf
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Fruchtstand:
Fruchtkelch auf 40–50 % geteilt
Griffel zur Fruchtzeit 1,1–1,5 mm lang, höchstens so lang wie die Klause; Fruchtstiele 6–25 mm lang, ± waagrecht (an Herbarmaterial in verschiedenen Richtungen abstehend), die der untersten Blüte des Wickels häufig auffallend verlängert und zurückgeschlagen
Frucht:
- Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
Lebensraum:
- Ufer und Röhrichte
- Wälder und Forste
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
Ufergesellschaften, Gräben, Feuchtwiesen, Niedermoore, selten feuchte Wälder
Ökologie:
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
Ufergesellschaften, Gräben, Feuchtwiesen, Niedermoore, selten feuchte Wälder
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Geologie/Boden:
Ufergesellschaften, Gräben, Feuchtwiesen, Niedermoore, selten feuchte Wälder
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
V–VIII(X)