Gelbe Narzisse

Narcissus pseudonarcissus


Gattung (genus)

Narzisse / Narcissus

Familie (familia)

Amaryllisgewächse / Amaryllidaceae


Synonyme: (wienerisch:) „Märzenbecher" (Achtung: so heißt auch Leucojum vernum!), (?deutschländisch:) „Osterglocke“ 

Perigon hellgelb; Nebenperigon dottergelb, becherförmig, so lang wie die Perigonzipfel. Höhe: 15–40 cm. Geophyt. III–IV. Als Zierpflanze häufig kultiviert, stellenweise auf feuchten Wiesen verwildernd bis lokal etabliert, oft angesalbt; collin; selten. (Heimat: Südwest-Europa), Giftig.

Anmerkung: Die Hybride Narcissus poëticus × Narcissus pseudonarcissus (= Narcissus × incomparabilis): Nebenperi­gon kürzer als die freien Perigonzipfel, becher- bis radförmig; Heimat: Frankreich; als Zierpflanze kultiviert und auch verwildernd (und etabliert?).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Verbreitung:

Heimat: Südwest-Europa

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blüte mit Achsenbecher
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Nebenkrone

Perigon hellgelb; Nebenperigon dottergelb, becherförmig, so lang wie die Perigonzipfel

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Kelch verwachsenblättrig
  • mit Aussenkelch/Scheinkelch
  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze glauk/bereift
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite mit kapuzenförmiger Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore

Als Zierpflanze häufig kultiviert, stellenweise auf feuchten Wiesen verwildernd bis lokal etabliert, oft angesalbt

Ökologie:

stellenweise auf feuchten Wiesen verwildernd bis lokal etabliert, oft angesalbt

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

stellenweise auf feuchten Wiesen verwildernd bis lokal etabliert

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April

III–IV