Kleinblüten-Nabelnüsschen

Omphalodes scorpioides


Gattung (genus)

Nabelnüsschen / Omphalodes

Familie (familia)

Raublattgewächse / Boraginaceae


Diese Art muss laut aktueller Lehrmeinung (EF4) in eine eigene, monospezifische Gattung, Memorema, ausgelagert werden.

Synonyme: Gedenkemein, Waldgedenkemein

Stängel basal stark verzweigt, aufsteigend; unterste Laubblätter wintergrün, gestielt, Spreite breit-elliptisch; Kronsaum hellblau; Klausen fein behaart, ihr eingerollter Rand hohl; Fruchtstiele zurückgebogen; Fruchtkelch 5–6 mm lang. Höhe: 10–30 cm. Therophyt. IV–V. Auwälder an karbonatarmen Flüssen; karbonatmeidend; collin; zerstreut bis selten. Im Burgenland besonders an der Leitha.                          

Verwechslungsmöglichkeit: Im Habitus sehr ähnlich ist Myosotis sparsiflora/Lockerblüten-Vergiss­mein­nicht; siehe dort!

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

Im Burgenland besonders an der Leitha       

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Stängel basal stark verzweigt, aufsteigend

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 10–30 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten stieltellerförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: blau
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen

Kronsaum hellblau

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Fruchtkelch 5–6 mm lang

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze rauh
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Seitentriebe abstehend/ ausladend
  • Pflanze immergrün oder wintergrün

Stängel basal stark verzweigt, aufsteigend

unterste Laubblätter wintergrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite elliptisch
  • Spreite spatelförmig
  • Spreite lanzettlich

unterste Laubblätter wintergrün, gestielt, Spreite breit-elliptisch

Blattstiel:

unterste Laubblätter wintergrün, gestielt

Rosette:

Fruchtstand:

Fruchtstiele zurückgebogen

Fruchtkelch 5–6 mm lang

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)
  • Oberfläche: behaart

Klausen fein behaart, ihr eingerollter Rand hohl

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder

Auwälder an karbonatarmen Flüssen; karbonatmeidend

Im Burgenland besonders an der Leitha                

Ökologie:

Auwälder an karbonatarmen Flüssen; karbonatmeidend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin       

Geologie/Boden:

Auwälder an karbonatarmen Flüssen; karbonatmeidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai

IV–V