Sand-Lotwurz

Onosma arenaria


Gattung (genus)

Lotwurz / Onosma

Familie (familia)

Raublattgewächse / Boraginaceae


Meist perennierend, Stängel meist grün; am Grund meist aufsteigend, meist erst in der Mitte oder weiter oberhalb verzweigt oder nur gabelig; Laubblätter linealisch-spatelig (vorn meist stumpf), 5–13(20) cm lang; Höcker der langen Borsten (der Grundblattoberseite) mit meist 0–5, sehr kurzen Strahlen (manchmal nur wenige pro Laubblatt) (starke Lupe!); neben der endständigen Grundrosette des 1. Jahres meist seitliche, gestielte Laubblattrosetten, solche auch zur Blütezeit neben den Blütenstand meist vorhanden; Blütenstände oft 2–3(5), bei polsterförmigem Wuchs auch mehr; Kelch zur Blütezeit 7–16 mm lang, zur Fruchtzeit 8–20 mm lang; alle Kelchblätter frei; Krone 12–19 mm lang, von Anfang an hellgelb; Antheren zusammenneigend, aber nur an der Basis seitlich mit­einander verbunden, 5–7,5 mm lang, Konnektivspitzen randlich deutlich papillös (Lupe!); Klausen meist unter 4 mm lang, glatt. Höhe: (15)30–50(70) cm. Krautig(–verholzt, wenigjährig) Hemikryptophyt–Chamaephyt (Steppenroller). V–IX(X). Lückige Trockenrasen; über Karbonat­gestein, Schotter und Sand; collin; sehr selten. Nur im Pannonikum. Im Nord-Burgenland (Hauptverbreitung: Südost-Europa, reliktisch an Rhein und Unterlauf der Rhône).  

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Südost-Europa, reliktisch an Rhein und Unterlauf der Rhône

Gebiet:

  • Nordburgenland

Nur im Pannonikum

Im Nord-Burgenland

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • verholzt

Meist perennierend

Stängel meist grün; am Grund meist aufsteigend, meist erst in der Mitte oder weiter oberhalb verzweigt oder nur gabelig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (15)30–50(70) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstände oft 2–3(5), bei polsterförmigem Wuchs auch mehr

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone 12–19 mm lang, von Anfang an hellgelb

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staubblätter verwachsen

Antheren zusammenneigend, aber nur an der Basis seitlich mit­einander verbunden, 5–7,5 mm lang, Konnektivspitzen randlich deutlich papillös (Lupe!)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt
  • Kelch behaart oder bewimpert

Kelch zur Blütezeit 7–16 mm lang, zur Fruchtzeit 8–20 mm lang; alle Kelchblätter frei

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Spreite linealisch
  • Spreite spatelförmig

Laubblätter linealisch-spatelig (vorn meist stumpf), 5–13(20) cm lang; Höcker der langen Borsten (der Grundblattoberseite) mit meist 0–5, sehr kurzen Strahlen (manchmal nur wenige pro Laubblatt) (starke Lupe!)

neben der endständigen Grundrosette des 1. Jahres meist seitliche, gestielte Laubblattrosetten, solche auch zur Blütezeit neben den Blütenstand meist vorhanden

Blattstiel:

Rosette:

Frucht:

  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Klausen meist unter 4 mm lang, glatt

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Trockenrasen

Lückige Trockenrasen; über Karbonat­gestein, Schotter und Sand

Nur im Pannonikum

Im Nord-Burgenland

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • wärmeliebend (thermophil)

Steppenroller

Lückige Trockenrasen; über Karbonat­gestein, Schotter und Sand

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

  • Kalkliebend (=basiphil) bzw. karbonatliebend
  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Lückige Trockenrasen; über Karbonat­gestein, Schotter und Sand

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–IX(X)