Schopf-Milchstern

Ornithogalum pannonicum


Gattung (genus)

Milchstern / Ornithogalum

Familie (familia)

Spargelgewächse / Asparagaceae


Synonyme: Pannonien-Milchstern, Ornithogalum comosum;Ornithogalum garganicum, Ornithogalum contortum

Zwiebel länglich, ohne Neben­zwie­beln; ältere Wurzeln weißlich; Laubblatt schwach rinnenförmig, graugrün, ohne weißlichem Mittelstreifen, sehr kurz bewimpert(Lupe!) (zur Blütezeit Laubblätter allerdings oft schon verwelkt); Deckblätter der untersten Blüten meist so lang oder etwas länger (selten etwas kürzer) als der Blütenstiel; Fruchtknoten ohne Längs­leisten, gelb. (Bisher keine Cardenolide nachweisbar.) Höhe: 10–40 cm. Geophyt. V(VI). Flachgründige Trockenrasen (Felssteppen); collin–untermontan; selten. Im Pannonikum (Hauptverbreitung: Südost-Europa).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Hauptverbreitung: Südost-Europa

Gebiet:

Im Pannonikum

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 10–40 cm

 

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Typ: Traube

Deckblätter der untersten Blüten meist so lang oder etwas länger (selten etwas kürzer) als der Blütenstiel

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Fruchtknoten ohne Längs­leisten, gelb

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Zwiebel länglich, ohne Neben­zwie­beln; ältere Wurzeln weißlich

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze behaart
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Laubblatt sehr kurz bewimpert (Lupe!)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Laubblatt schwach rinnenförmig, graugrün, ohne weißlichem Mittelstreifen, sehr kurz bewimpert (Lupe!) (zur Blütezeit Laubblätter allerdings oft schon verwelkt)

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)
  • Rosette zur Blütezeit vertrocknet

zur Blütezeit Laubblätter oft schon verwelkt

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Felsstandorte
  • Trockenrasen

Flachgründige Trockenrasen (Felssteppen)

Im Pannonikum

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)

Flachgründige Trockenrasen (Felssteppen)

Im Pannonikum

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden

Flachgründige Trockenrasen (Felssteppen)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

V(VI)