Birngrün

Orthilia secunda


Gattung (genus)

Birngrün / Orthilia

Familie (familia)

Heidegewächse / Ericaceae


Synonyme: Einseitswendiges Wintergrün, Nickendes WintergrünPyrola secunda, Ramischia secunda

Stängel am Grund mit 2–3 Niederblättern, oben mit 1–3 Hochblättern; Laubblätter meist 8–12, im unteren Stängelteil gedrängt stehend, aber keine Rosette bil­dend; Krone grünlich-weiß; Antheren geschwänzt; Griffel 3,5–5(6) mm lang, gerade, unterhalb der Narbe kaum verdickt. Höhe: 5–25 cm. H Chamaephyt, immergrün. VI–VII. Lichte moderhumusreiche Wälder, besonders Föhrenwälder; besonders über Do­lomit; (collin–)montan–subalpin, häufig bis zerstreut.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

immergrün

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 5–25 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Traube
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend

Stängel am Grund mit 2–3 Niederblättern, oben mit 1–3 Hochblättern

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Krone grünlich-weiß

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

Griffel 3,5–5(6) mm lang, gerade, unterhalb der Narbe kaum verdickt

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Antheren geschwänzt

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • unterirdische Ausläufer (dünne, mit Niederblättern besetzte Sprossachsen)

regenerative Wurzelsprosse

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Hochblätter vorhanden
  • Niederblätter vorhanden
  • mit unterirdischen Ausläufern
  • Pflanze immergrün oder wintergrün
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel am Grund mit 2–3 Niederblättern, oben mit 1–3 Hochblättern

Laubblätter meist 8–12, im unteren Stängelteil gedrängt stehend, aber keine Rosette bildend

immergrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • Spreite eiförmig

Stängel am Grund mit 2–3 Niederblättern, oben mit 1–3 Hochblättern; Laubblätter meist 8–12, im unteren Stängelteil gedrängt stehend, aber keine Rosette bildend

Blattstiel:

Fruchtstand:

Frucht nickend

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Lichte moderhumusreiche Wälder, besonders Föhrenwälder; besonders über Dolomit

Ökologie:

  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

Lichte moderhumusreiche Wälder, besonders Föhrenwälder; besonders über Dolomit

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

(collin–)montan–subalpin

Geologie/Boden:

Lichte moderhumusreiche Wälder, besonders Föhrenwälder; besonders über Dolomit

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Wurzelsprosse

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

VI–VII