

Bach-Pestwurz
Petasites hybridus
Gattung (genus)
Familie (familia)
Synonyme: Große Pestwurz, Echte Pestwurz, Gewöhnliche Pestwurz, Rote Pestwurz; Petasites officinalis
Stängel vielkörbig; Blattstiel mit deutlichen, tiefen Längsrillen (Querschnitt ähnlich einem Zahnrad: Einschnitte buchtig, Vorsprünge stumpf bis abgerundet), oberseits mit einer breiten, tiefen Längsfurche (diese seitlich fast flügelartig begrenzt), innen (in der Mitte) hohl (Durchmesser mehr als 1 mm); Laubblattspreiten in der Regel sehr groß (bis 80 cm breit), rundlich (oft breiter als lang), einfach gezähnt, unterseits in der Jugend behaart, später ± verkahlend, die untersten Seitennerven am Rand der Stielbucht verlaufend (diese somit begrenzend); Korbstand traubig, Korbstand der weiblichen Pflanzen fruchtend stark verlängert; Körbe ohne Zungenblüten; Hülle (fast) kahl; Blüten stark duftend; Krone schmutzig-purpurn. Höhe: 15–120 cm. Geophyt (Hemikryptopyht). (III)IV–V. Nährstoffreiche Bachufer, Auwälder, Schluchtwälder, Sumpfwiesen, auch nasse Straßengräben; collin–untermontan; häufig bis zerstreut. Volksarzneipflanze (Laubblatt); schwach giftig[1].
[1] Die Pflanze enthält in geringen Mengen Pyrrolizidinalkaloide, die Leberschäden verursachen können und als krebserregend gelten.
Detailbeschreibung
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
- Hemikryptophyt (Stauden)
Geophyt (Hemikryptopyht)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: 15–120 cm
Blütenbiologie:
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Pflanze zweihäusig
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Korbstand der weiblichen Pflanzen fruchtend stark verlängert
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz vielblütig
- Typ: Korb/ Körbchen
- Typ: Traube
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
Stängel vielkörbig
Körbe ohne Zungenblüten
Korbstand der weiblichen Pflanzen fruchtend stark verlängert
Korbstand traubig
Hülle (fast) kahl
Stängel mit Hochblättern
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Farbe: rot
- Farbe: violett
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Körbe ohne Zungenblüten
Krone schmutzig-purpurn
männliche Körbe deutlicgh grösser
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten unterständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
Pflanze zweihäusig
männliche Organe (Andrözeum):
Pflanze zweihäusig
Blütenduft:
- mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)
Blütenduft: kräftig: Gewürznelke-Vanille
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Stängel vielkörbig
Laubblattspreiten in der Regel sehr groß (bis 80 cm breit), unterseits in der Jugend behaart, später ± verkahlend,
Volksarzneipflanze (Laubblatt); schwach giftig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite rundlich
Blattstiel mit deutlichen, tiefen Längsrillen (Querschnitt ähnlich einem Zahnrad: Einschnitte buchtig, Vorsprünge stumpf bis abgerundet), oberseits mit einer breiten, tiefen Längsfurche (diese seitlich fast flügelartig begrenzt), innen (in der Mitte) hohl (Durchmesser mehr als 1 mm)
Laubblattspreiten in der Regel sehr groß (bis 80 cm breit), rundlich (oft breiter als lang), einfach gezähnt, unterseits in der Jugend behaart, später ± verkahlend, die untersten Seitennerven am Rand der Stielbucht verlaufend (diese somit begrenzend)
Volksarzneipflanze (Laubblatt); schwach giftig
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Blattstiel mit deutlichen, tiefen Längsrillen (Querschnitt ähnlich einem Zahnrad: Einschnitte buchtig, Vorsprünge stumpf bis abgerundet), — oberseits mit einer breiten, tiefen Längsfurche (diese seitlich fast flügelartig begrenzt), innen (in der Mitte) hohl (Durchmesser mehr als 1 mm)
Fruchtstand:
Korbstand der weiblichen Pflanzen fruchtend stark verlängert
Samen:
- Frucht einsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Auwälder
- Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
- Ruderalstandorte
- Ufer und Röhrichte
- Wälder und Forste
Nährstoffreiche Bachufer, Auwälder, Schluchtwälder, Sumpfwiesen, auch nasse Straßengräben
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
- Staunässezeiger/Vernässungszeiger
- Störungszeiger
Nährstoffreiche Bachufer, Auwälder, Schluchtwälder, Sumpfwiesen, auch nasse Straßengräben
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
Nährstoffreiche Bachufer, Auwälder, Schluchtwälder, Sumpfwiesen, auch nasse Straßengräben
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Verbreitunsstrategien:
- Flugfrucht (Anemochorie)
Blütezeit:
- 03 - März
- 04 - April
- 05 - Mai
(III)IV–V

