Violett-Blauwürger

Phelipanche purpurea


Gattung (genus)

Phelipanche purpurea agg.

Gattung (genus)

Blauwürger / Phelipanche

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Im Burgenland die einzige Art der Artengruppe Phelipanche purpurea agg. Weitere Informationen siehe dort.

Synonyme: Violette Sommerwurz; Orobanche caerulea, Orobanche purpurea, Orobanche purpurea subsp./var. purpurea

Stängel oberwärts spärlich beschuppt. Blütenstand 10–20(30)-blütig, locker (weniger als 2 Blüten pro cm Blütenstandslänge); Blüten waagrecht bis aufwärts-absteh­end; 5. Kelchzipfel (an der Kelchoberseite) fehlend oder weniger als ⅓× so lang wie die anderen Kelchzipfel; Narbe und Antheren weißlich. Höhe: 15–50(60) cm. Kurzlebig bis ausdauernd. Geophyt. VI–VII. Trockenrasen, trockene Wiesen, trockene Ru­de­ralstellen; besonders auf Achillea oder auf Artemisia vulgaris und Artemisia verlotiorum, selten auch (?) auf Cirsium acaule; collin–montan; im Pannonikum zerstreut bis selten, sonst selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

im Pannonikum zerstreut bis selten

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

siehe Phelipanche purpurea agg

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 15–50(60) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
  • Typ: Traube

Blütenstand 10–20(30)-blütig, locker (weniger als 2 Blüten pro cm Blütenstandslänge)

Blüten waagrecht bis aufwärts-abstehend

siehe Phelipanche purpurea agg

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blüten waagrecht bis aufwärts-abstehend

siehe Phelipanche purpurea agg

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Narbe und Antheren weißlich

siehe Phelipanche purpurea agg

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Narbe und Antheren weißlich

siehe Phelipanche purpurea agg

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich
  • Kelchzähne deutlich: zugespitzt

5. Kelchzipfel (an der Kelchoberseite) fehlend oder weniger als ⅓× so lang wie die anderen Kelchzipfel

siehe Phelipanche purpurea agg

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Blütenstand locker

Stängel oberwärts spärlich beschuppt

Blüten waagrecht bis aufwärts-abstehend

siehe Phelipanche purpurea agg

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite schuppenförmig

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Trockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Ruderalstandorte

Trockenrasen, trockene Wiesen, trockene Ruderalstellen; besonders auf Achillea oder auf Artemisia vulgaris u. A. verlotiorum, selten auch (?) auf Cirsium acaule

 

Ökologie:

  • An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

Trockenrasen, trockene Wiesen, trockene Ruderalstellen; besonders auf Achillea oder auf Artemisia vulgaris u. A. verlotiorum, selten auch (?) auf Cirsium acaule

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Trockenrasen, trockene Wiesen, trockene Ruderalstellen; besonders auf Achillea oder auf Artemisia vulgaris u. A. verlotiorum, selten auch (?) auf Cirsium acaule

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

VI–VII