Hanf-Blauwürger
Phelipanche ramosa
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae
Synonyme: Ästige Sommerwurz, Hanftod, Hanfwürger, Tabaktod; Orobanche ramosa subsp. ramosa
Kelchzähne kürzer als die Kelchröhre, 3-eckig und zugespitzt; Krone 10–12(17) mm lang, am Grund meist bleich, gegen den Saum zu hellblau (oft fast weißlich), selten blass gelblich. Kronunterlippe mit rundlichen, stumpfen Zipfeln. Höhe: 15–25(40) cm. Einjährig. Therophyt. VII–VIII. Sandige Äcker, besonders Hackkulturen; collin; auf Lamium, Hanf, Tabak, Erdäpfeln, Paradeisern, u. a.; collin(–montan?); im Süden bei Massenauftreten für die Landwirtschaft gefährlich. Ehemals zerstreut bis selten, heute sehr selten und unbeständig. Im Burgenland ausgestorben. (Hauptverbreitung: Mediterranraum).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
Ehemals zerstreut bis selten, heute sehr selten und unbeständig
im Süden bei Massenauftreten für die Landwirtschaft gefährlich
Verbreitung:
Hauptverbreitung: Mediterranraum
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
siehe Phelipanche ramosa agg.
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 15–25(40) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
- Typ: Traube
siehe Phelipanche ramosa agg.
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: blau
- Farbe: gelb
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kronunterlippe mit rundlichen, stumpfen Zipfeln
Krone 10–12(17) mm lang, am Grund meist bleich, gegen den Saum zu hellblau (oft fast weißlich), selten blass gelblich
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 4 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 4 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
- Kelchzähne deutlich
- Kelchzähne deutlich: zugespitzt
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Anzahl: mehr als fünf Kelchblätter/ Kelchzipfel
Kelchzähne kürzer als die Kelchröhre, 3-eckig und zugespitzt
siehe Phelipanche ramosa agg.
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Haustorien
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Pflanze ohne Chlorophyll (nicht grün)
siehe Phelipanche ramosa agg.
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite schuppenförmig
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
Sandige Äcker, besonders Hackkulturen
auf Lamium, Hanf, Tabak, Erdäpfeln, Paradeisern und anderem
im Süden bei Massenauftreten für die Landwirtschaft gefährlich
Ökologie:
Sandige Äcker, besonders Hackkulturen
auf Lamium, Hanf, Tabak, Erdäpfeln, Paradeisern und anderem
im Süden bei Massenauftreten für die Landwirtschaft gefährlich
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin(–montan?)
Geologie/Boden:
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Sandige Äcker, besonders Hackkulturen
auf Lamium, Hanf, Tabak, Erdäpfeln, Paradeisern und anderem
im Süden bei Massenauftreten für die Landwirtschaft gefährlich
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 07 - Juli
- 08 - August
VII–VIII