

Echt-Blasenkirsche
Physalis alkekengi
Gattung (genus)
Familie (familia)
Nachtschattengewächse / Solanaceae
Synonyme: Judenkirsche, Lampionblume, Laternenpflanze, Schlutte; Alkekengi officinarum
Stängel und Laubblätter spärlich kurzhaarig; Laubblattspreite eiförmig, spitz bis zugespitzt, am Grund meist breit-keilig; Kelch abstehend behaart, sich postfloral stark vergrößernd, zur Fruchtreife leuchtend orangerot, fast kugelig bis ovoid, (2,5)3–5 cm lang; Krone breit-trichterförmig (fast radförmig), flaumhaarig, weiß, ohne Flecken; Antheren gelb; Frucht rot bis orange. Höhe: 25–60 cm. Hemikryptophyt. V–VIII. Auwälder, frische ruderale Gebüsche; Lehm- und Nährstoffzeigerin; collin–submontan; im Pannonikum zerstreut, sonst selten. (Gesamtverbreitung: Mitteleuropa, Balkanhalbinsel, Gebirge Südwest-Asiens) Vielleicht Archäophyt. Giftig (ausgenommen Frucht: genießbar); Volksarzneipflanze.
Anmerkung: var. franchetii: Fruchtkelch leuchtend rot, länglich-ovoid, 4–8 cm lang; Heimat: Ostasien wird als Zierpflanze kultiviert und verwildert gelegentlich (unbeständig), z.B. in Maisäckern.
DetailbeschreibungFlora status:
- Ureinheimisch = indigen
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
Vielleicht Archäophyt
Verbreitung:
Gesamtverbreitung: Mitteleuropa, Balkanhalbinsel, Gebirge Südwest-Asiens
Gebiet:
im Pannonikum zerstreut, sonst selten
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 25–60 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Infloreszenz wenigblütig
- Nur Einzelblüten
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Krone behaart oder am Rand bewimpert
- Farbe: weiß oder cremefarben
Krone breit-trichterförmig (fast radförmig), flaumhaarig, weiß, ohne Flecken
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubbeutel gelb
- Staubblätter frei
Antheren gelb
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel und Laubblätter spärlich kurzhaarig
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Spreite eiförmig
Stängel und Laubblätter spärlich kurzhaarig
Laubblattspreite eiförmig, spitz bis zugespitzt, am Grund meist breit-keilig
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Lebensraum:
- Auwälder
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
- Äcker und Ackerrandstreifen
Auwälder, frische ruderale Gebüsche; Lehm- und Nährstoffzeigerin
im Pannonikum zerstreut, sonst selten
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
Auwälder, frische ruderale Gebüsche; Lehm- und Nährstoffzeigerin
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Geologie/Boden:
- Dichte Böden (lehmig, tonig)
Auwälder, frische ruderale Gebüsche; Lehm- und Nährstoffzeigerin
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
V–VIII

