Blasenkirsche

Physalis

Familie (familia)

Nachtschattengewächse / Solanaceae


Die Gattung umfasst weltweit ca. 75–80 Arten, von denen eine in Europa heimisch ist.

Pflanze krautig; Zweige stets dornenlos, jedoch manchmal stachelig; Laubblätter einfach,  gestielt; Laubblattspreite ungeteilt, ganzrandig bis unre­gelmäßig grob-gezähnt; Blüten meist einzeln in den Achseln der oberen Laubblätter; Kelch höchstens bis zur Mitte geteilt, zur Fruchtreife stark vergrößert, die Frucht zur Gänze umhüllend; Krone weiß oder gelb, 15–25 mm im Durchmesser, Kronzipfel kürzer als die Kronröhre; Anthere kürzer als der Staubfaden, die Antheren nicht kegelförmig zusammenneigend; Fruchtknoten 2-fächrig; Frucht: Beere, (orange-)rot oder gelb. Kelch zur Fruchtreife ca. 30–50 mm lang, lampionförmig (i.d.R. jedoch 5- und nicht 7-zählig!); Frucht kugelig,12–20 mm im Durchmesser.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blüten meist einzeln in den Achseln der oberen Laubblätter

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) spitz
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone weiß oder gelb, 15–25 mm im Durchmesser, Kronzipfel kürzer als die Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Fruchtknoten 2-fächrig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubbeutel gelb
  • Staubblätter frei

Anthere kürzer als der Staubfaden, die Antheren nicht kegelförmig zusammenneigend

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch höchstens bis zur Mitte geteilt, zur Fruchtreife stark vergrößert, die Frucht zur Gänze umhüllend

Kelch zur Fruchtreife ca. 30–50 mm lang, lampionförmig (i.d.R. jedoch 5- und nicht 7-zählig!)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Stängel röhrig/hohl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze krautig

Zweige stets dornenlos, jedoch manchmal stachelig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich

Laubblätter einfach, gestielt

Laubblattspreite ungeteilt, ganzrandig bis unre­gelmäßig grob-gezähnt

Blattstiel:

Laubblätter gestielt

Frucht:

  • Beere
  • Farbe: hell - weiss, gelb oder orange
  • Farbe: grün
  • Farbe: rot

Frucht: Beere, (orange-)rot oder gelb. Kelch zur Fruchtreife ca. 30–50 mm lang, lampionförmig (i.d.R. jedoch 5- und nicht 7-zählig!); Frucht kugelig,12–20 mm im Durchmesser.

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren
  • Ruderalstandorte
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August