Gewöhnlich-Fettkraut

Pinguicula vulgaris


Gattung (genus)

Fettkraut / Pinguicula

Familie (familia)

Wasserschlauchgewächse / Lentibulariaceae


Stängel drüsenhaarig; frische Wurzel weiß, dünn (zwirnartig), meist nicht verzweigt. Laubblatt auch über dem Hauptnerv mit Drüsenhaaren; Blüten (samt Sporn) 16–22 mm lang; Krone blauviolett mit weißlichem Schlundfleck; oft helllila; Sporn 3–6(10) mm lang; Zipfel der Kronunterlippe länger als breit, einander nicht berührend oder gar überlappend; untere Kelchblätter meist ca. bis zur Mitte miteinander verwachsen. Frucht kaum länger als der Kelchbirnenförmig, höchstens 2× so lang wie breit. Höhe: 5–15 cm. Hemikryptophyt. V–VI. Sumpfwiesen, Niedermoore, Rieselfluren; collin–montan(–subalpin); montan häufig bis zerstreut, sonst selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Gebiet:

montan häufig bis zerstreut, sonst selten

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 5–15 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Blütenstand:

  • Nur Einzelblüten

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten gespornt
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Krone blauviolett mit weißlichem Schlundfleck

Sporn 3–6(13) mm lang; Frucht 1–2× so lang wie breit, kaum länger als der Kelch

Blüten (samt Sporn) 16–22 mm lang

Krone oft helllila; Sporn 3–6(10) mm lang

Zipfel der Kronunterlippe länger als breit, einander nicht berührend oder gar überlappend

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Frucht 1–2× so lang wie breit, kaum länger als der Kelch

untere Kelchblätter meist ca. bis zur Mitte miteinander verwachsen

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

frische Wurzel weiß, dünn (zwirnartig), meist nicht verzweigt

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Laubblatt auch über dem Hauptnerv mit Drüsenhaaren

Stängel drüsenhaarig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Farbe: hellgrün

Laubblatt auch über dem Hauptnerv mit Drüsenhaaren

 

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Frucht:

Frucht birnenförmig, höchstens 2× so lang wie breit

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore

Sumpfwiesen, Niedermoore, Rieselfluren

montan häufig bis zerstreut, sonst selten

 

Ökologie:

  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

Sumpfwiesen, Niedermoore, Rieselfluren

montan häufig bis zerstreut, sonst selten

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan(–subalpin)

 

Geologie/Boden:

Sumpfwiesen, Niedermoore, Rieselfluren

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Turionen

Brutzwiebeln

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

V–VI