Gewöhnlicher Groß-Wegerich

Plantago major subsp. major


Art (species)

Groß-Wegerich / Plantago major

Gattung (genus)

Wegerich i.e.S / Plantago s.str.

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Synonyme:  Breit-Wegerich,„Br(o)adwegara“, „Vogelwürstel“

Schaft meist aufrecht, seltener aufsteigend; Laubblattspreite kaum gezähnt, meist 5–9(11)-nervig, oberseits meist kahl; Laubblattspreite entfernt seichtbuchtig gezähnt bis fast ganzrandig, am Grund meist abgerundet bis seicht herzförmig; Fruchtähre (2)7–25(33) cm lang, meist linealisch-walzlich, sehr dicht, zur Spitze hin allmählich dünner werdend. Frucht (4)7–9(17)-samig; Abrissstelle des Fruchtdeckels deutlich sichtbar (da in oder über der Fruchtmitte und somit von den Kelchblättern nicht verdeckt); Fruchtdeckel ≈ 1,5–2,5 mm lang, kegelig. Samen hellbraun, (1,0)1,2–1,8(2,1) mm lang und 0,7–1,0 mm breit;  Höhe: (5)10–40(60) cm. Hemikryptophyt. (V)VI–X. Nährstoffreiche, feuchte bis frische Äcker, Trittrasen, frische Ruderalfluren, Wege; Pflasterfugen; Betrittzeiger; collin–obermontan; Volksarzneipflanze; Wildgemüse; Zauberpflanze. 

Anmerkung: Taxonomisch problematisch (?) ist Plantago major subsp. winteri (Plantago major var. salina) / Salzwiesen-Groß-Wegerich: Laubblattspreite etwas dicklich, meist mehr als 1½× so lang wie breit, meist weitbuchtig gezähnt, 3(5)-nervig, am Grund meist kurz keilig, oberseits behaart; Fruchtähre 1–6(10) cm lang, zur Spitze hin meist nicht dünner werdend; Frucht mit (6)8–12 Samen; Samen 0,9–1,2 mm lang. Höhe: 5–15 cm. Hemikryptophyt. VI–VIII. Nasse bis wechselnasse Salzwiesen, salzige Ruderalfluren; collin; selten. Im Burgenland im Seewinkel. Vielleicht bloß salztolerante Modifikante von  Plantago major oder Plantago uliginosa.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: (5)10–40(60) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)
  • windbestäubt (anemophil)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Schaft meist aufrecht, seltener aufsteigend

Fruchtähre (2)7–25(33) cm lang, meist linealisch-walzlich, sehr dicht, zur Spitze hin allmählich dünner werdend

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: gelb
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter

Abrissstelle des Fruchtdeckels deutlich sichtbar (da in oder über der Fruchtmitte und somit von den Kelchblättern nicht verdeckt)

Blütenduft:

  • ohne Blütenduft

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Stängel stielrund
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Schaft meist aufrecht, seltener aufsteigend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Grösse: gross (länger als 10 cm)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite eiförmig
  • Spreite rundlich
  • Spreitengrund herzförmig

Laubblattspreite kaum gezähnt, meist 5–9(11)-nervig, oberseits meist kahl

Laubblattspreite entfernt seichtbuchtig gezähnt bis fast ganzrandig, am Grund meist abgerundet bis seicht herzförmig

 

Volksarzneipflanze; Wildgemüse; Zauberpflanze

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Phänologie:

Licht-Kältekeimer

Fruchtstand:

Fruchtähre (2)7–25(33) cm lang, meist linealisch-walzlich, sehr dicht, zur Spitze hin allmählich dünner werdend

Frucht:

Frucht (4)7–9(17)-samig

Abrissstelle des Fruchtdeckels deutlich sichtbar (da in oder über der Fruchtmitte und somit von den Kelchblättern nicht verdeckt) Fruchtdeckel ≈ 1,5–2,5 mm lang, kegelig

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Frucht (4)7–9(17)-samig; Samen hellbraun, (1,0)1,2–1,8(2,1) mm lang und 0,7–1,0 mm breit

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Nährstoffreiche, feuchte bis frische Äcker, Trittrasen, frische Ruderalfluren, Wege; Pflasterfugen; Betrittzeiger

Ökologie:

  • Störungszeiger
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Nährstoffreiche, feuchte bis frische Äcker, Trittrasen, frische Ruderalfluren, Wege; Pflasterfugen; Betrittzeiger

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–obermontan

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)

Nährstoffreiche, feuchte bis frische Äcker, Trittrasen, frische Ruderalfluren, Wege; Pflasterfugen; Betrittzeiger

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Tierverbreitung (Zoochorie) – Verbreitung außen am Tierkörper (Epizoochorie)

Streufrüchte

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

(V)VI–X