Rhinanthus serotinus agg.

Gattung (genus)

Klappertopf / Rhinanthus

Familie (familia)

Sommerwurzgewächse / Orobanchaceae


Synonyme:  Artengruppe Groß-Klappertopf; Rhinanthus angustifolius, Rhinanthus serotinus 

Stängel meist ± schwarz gestrichelt, kahl bis spärlich kurzhaarig (Haare höchstens 0,5 mm lang); Laubblatt beiderseits (fast) kahl; Endzahn der beiden obersten Laubblätter länger als breit; untere Zähne der Deckblätter mindestens 2× (3×?) so lang wie obere, spitz, höchstens 5 mm lang, aber nicht begrannt, nach vorn zu kleiner werdend; Deckblatt und Kelch kahl. Krone 18–23 mm lang. Die (meist) bläulichen Zähne (= „Nase“) der Kronoberlippe 1,1–2,5 mm lang, meist mindestens so lang wie breit. Kronröhre ± stark aufwärts gekrümmt, Kronschlund (Kronunterlippe der Kronoberlippe ± anliegend, dadurch der Schlund (Ein­gang in die Kronröhre) geschlossen. Flügelsaum der Samen meist 1 mm breit. 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • selbstbestäubt (autogam)

Bestäubung durch Hummeln

Selbstbestäubung?

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Traube

Untere Zähne der Deckblätter mindestens 2× (3×?) so lang wie obere

Untere Zähne der Deckblätter spitz, höchstens 5 mm lang, aber nicht begrannt, nach vorn zu kleiner werdend

Deckblatt und Kelch kahl

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: blau
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Die (meist) bläulichen Zähne (= „Nase“) der Kronoberlippe 1,1–2,5 mm lang, meist mindestens so lang wie breit

Kronröhre ± stark aufwärts gekrümmt

Kronschlund (Kronunterlippe der Kronoberlippe ± anliegend, dadurch der Schlund (Eingang in die Kronröhre) geschlossen

Krone 18–23 mm lang

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Kelch (außer auf den Nerven) kahl oder drüsenhaarig

Deckblatt und Kelch kahl

 

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel meist ± schwarz gestrichelt

Stängel kahl bis spärlich kurzhaarig (höchstens 0,5 mm lang)

Laubblätter beiderseits (fast) kahl

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Gegenständig

Laubblätter beiderseits (fast) kahl

Endzahn der beiden obersten Laubblätter länger als breit

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Flügelsaum der Samen meist 1 mm breit

 

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Auwälder
  • Halbtrockenrasen

Ökologie:

  • Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Streuausbreitung

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September