Kali-Salzkraut
Salsola tragus
Gattung (genus)
Familie (familia)
Gänsefuß- & Amarantgewächse / Amaranthaceae s.lat.
Synonyme: Sand-Salzkraut, Ruthenisches Salzkraut, Salsola kali subsp. ruthenica = Salsola ruthenica, Salsola kali subsp. tragus, Salsola kali subsp. iberica, Salsola australis, Kali tragus
Pflanze äußerst polymorph, meist aufrecht und stark basal, waagrecht-aufsteigend verzweigt, dadurch (halb-) kugeliger Habitus (Steppenroller); Stängel fein kurzstachelig-rau behaart; Laubblätter sukkulent, walzlich-fadenförmig, spitz, manchmal sehr dünn und schwach dornspitzig (var. tenuifolia); Fruchtperigonblätter derb, oft mit je 1 weißlich bis hellpurpurrosa derbhäutigem, waagrechtem Flügel (manchmal zum Teil reduziert bis völlig fehlend), oberer Teil des Fruchtperigons waagrecht nach innen gekrümmt, die Frucht einhüllend; die Perigonzipfel ± aufrecht-abstehend und zu einer weichhäutigen Spitze zusammengeneigt. Höhe: 5–100 cm. Therophyt. Blütezeit: VI–X. Trockene Sand- und Schotterstellen, sandige Äcker, Bahnhöfe (entgegen seinem Namen nicht auf Salzböden vorkommend!); C4-Photosynthese; collin; lokal häufig, sonst zerstreut bis selten.
Anmerkung
- Die bisher irrtümlich als Synonym geführte Salsola squarrosa subsp. pontica (= Salsola kali subsp. pontica) ist auf Küstenstandorte der Anrainerländer des Schwarzen Meeres und des Mittelmeers beschränkt und kommt nicht in Mitteleuropa vor.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Pflanze äußerst polymorph, meist aufrecht und stark basal, waagrecht-aufsteigend verzweigt, dadurch (halb-) kugeliger Habitus (Steppenroller)
entgegen seinem Namen nicht auf Salzböden vorkommend!
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 5–100 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Nur Einzelblüten
- Infloreszenz dichtblütig
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: grünlich
- Farbe: gelb
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
- Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze behaart
- Pflanze rauh
- Pflanze sukkulent
- Seitentriebe abstehend/ ausladend
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze äußerst polymorph, meist aufrecht und stark basal, waagrecht-aufsteigend verzweigt, dadurch (halb-) kugeliger Habitus (Steppenroller); Stängel fein kurzstachelig-rau behaart
Laubblätter sukkulent
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite mit Grannenspitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Wechselständig
- Grösse: klein (1 bis 2 cm)
- Laubblätter alle gleich gestaltet
Laubblätter sukkulent, walzlich-fadenförmig, spitz, manchmal sehr dünn und schwach dornspitzig (var. tenuifolia)
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Frucht:
Fruchtperigonblätter derb, oft mit je 1 weißlich bis hellpurpurrosa derbhäutigem, waagrechtem Flügel (manchmal zum Teil reduziert bis völlig fehlend), oberer Teil des Fruchtperigons waagrecht nach innen gekrümmt, die Frucht einhüllend; die Perigonzipfel ± aufrecht-abstehend und zu einer weichhäutigen Spitze zusammengeneigt
Samen:
- Frucht einsamig
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
- Ruderalstandorte
Trockene Sand- und Schotterstellen, sandige Äcker, Bahnhöfe (entgegen seinem Namen nicht auf Salzböden vorkommend!)
Ökologie:
- An Trockenstandorte angepasst (Xerophyt)
- Störungszeiger
Trockene Sand- und Schotterstellen, sandige Äcker, Bahnhöfe (entgegen seinem Namen nicht auf Salzböden vorkommend!)
C4-Photosynthese
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
Geologie/Boden:
- Lockere Böden (kiesig, sandig)
Trockene Sand- und Schotterstellen, sandige Äcker, Bahnhöfe (entgegen seinem Namen nicht auf Salzböden vorkommend!)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
Blütezeit: VI–X