


Traun-Blaustern
Scilla drunensis
Gattung (genus)
Artengruppe Zweiblatt-Blaustern / Scilla bifolia agg.
Gattung (genus)
Blaustern, Schneestolz / Scilla
Familie (familia)
Spargelgewächse / Asparagaceae
Diese Art wird laut aktueller Lehrmeinung (EF4) besser als Unterart von Scilla bifolia aufgefasst und heißt dann Scilla bifolia
Synonyme: (oberösterreichisch:) „Josefibleame“; Trauntaler Zweiblatt-Blaustern; Scilla bifolia subsp. bifolia var. drunensis; Scilla bifolia subsp. drunensis
Schaft grünlich, scheidiger Laubblattgrund rötlich oder gelblich-grün; Traube 3–8-blütig; Perigonblätter beiderseits ± gleichfärbig, meist lilablau, ohne scharf abgegrenzte weiße Zone am Grund; Perigonblätter (10)11(12) mm lang (im Herbar um ≈ 1 mm kürzer!) und 3 mm breit, hellgraublau-violett, am Grund weißlich; auch junge Blütenknospen helllilablau (graublauviolettlich); Antheren 3 mm lang, weißlich; Staubfäden meist 4,8–6,5 mm lang und 0,9–1,3 mm breit; Fruchtknoten blassblau; Griffel meist 2,4–3,2 mm lang; unreife Frucht meist hellgrün, selten dunkelgrün, ± bauchig; Samen frisch 3 mm im Durchmesser, olivbraun, trocken dunkelbraun, reife Samen hell- bis dunkelgraubraun, trocken dunkelbraun bis schwarzbraun. Höhe: (5)15–20 cm. Geophyt. III–IV. Edellaubwälder, besonders harte Auwälder, Obstgärten, Wiesen; collin–untermontan; zerstreut bis selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: (5)15–20 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
- Typ: Traube
- Infloreszenz wenigblütig
Traube 3–8-blütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
- Farbe: blau
- Farbe: violett
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
Perigonblätter beiderseits ± gleichfärbig, meist lilablau, ohne scharf abgegrenzte weiße Zone am Grund; Perigonblätter (10)11(12) mm lang (im Herbar um ≈ 1 mm kürzer!) und 3 mm breit, hellgraublau-violett, am Grund weißlich; auch junge Blütenknospen helllilablau (graublauviolettlich)
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Fruchtknoten blassblau; Griffel meist 2,4–3,2 mm lang; unreife Frucht meist hellgrün, selten dunkelgrün, ± bauchig
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
- Staubblätter frei
- Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
Antheren 3 mm lang, weißlich; Staubfäden meist 4,8–6,5 mm lang und 0,9–1,3 mm breit
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Zwiebel
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
Schaft grünlich, scheidiger Laubblattgrund rötlich oder gelblich-grün
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite mit kapuzenförmiger Spitze
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- mit Blattscheide
- Nervatur parallel-/bogennervig
- Spreite linealisch
- Querschnitt: Spreite rinnenförmig
scheidiger Laubblattgrund rötlich oder gelblich-grün
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
Rosette:
- Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)
Lebensraum:
- Wälder und Forste
- Auwälder
- Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
Edellaubwälder, besonders harte Auwälder, Obstgärten, Wiesen
Ökologie:
Edellaubwälder, besonders harte Auwälder, Obstgärten, Wiesen
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–untermontan
Geologie/Boden:
Edellaubwälder, besonders harte Auwälder, Obstgärten, Wiesen
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 03 - März
- 04 - April
III–IV


