Wien-Blaustern

Scilla vindobonensis


Gattung (genus)

Artengruppe Zweiblatt-Blaustern / Scilla bifolia agg.

Gattung (genus)

Blaustern, Schneestolz / Scilla

Familie (familia)

Spargelgewächse / Asparagaceae


Synonyme: Wiener Zweiblatt-Blaustern, Wiener Blaustern

Schaft meist (bei genügend Licht) deutlich ± purpurbraun/braunrot wie der scheidige Laubblattgrund; Traube (3)5–9(20)-blütig; Perigonblätter (7)7,5–10(11) mm lang (im Herbar um ≈ 1 mm kür­zer!) und 2–2,5 mm breit, zweifärbig: oberseits (innen) satt dunkellilablau, am Rand grünlich- bis weißlich-blau, am Grund mit einer ≈ 1 mm langen, scharf abgegrenzten Zone (daher am Grund des Perigons einen weißen Ring bildend); junge Blütenknospen hellgrün (Perigonblätter bis zu Beginn der Anthese unterseits (= außen) mit deutlichem hellgrünem Längsmittelstreifen); Antheren 2 mm lang, hellblau; Fruchtknoten blau; unreife Früchte dunkelgrün, manchmal violett, stark bauchig; reife Samen frisch 2 mm im Durchmesser, hellgelb bis hellocker, trocken strohgelb bis gelbbraun. Höhe: (5)15–20 cm. Geophyt. (II)III–IV. Harte Auwälder, frische Eichen-Hainbuchen-Wälder, Auwiesen; collin–untermontan; zerstreut. (Sonstige Verbreitung: Ungarn, östliches Deutschland, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Alba­nien).

 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Sonstige Verbreitung: Ungarn, östliches Deutschland, Tschechien, Slowakei, Kroatien, Alba­nien

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (5)15–20 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Typ: Traube
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Infloreszenz vielblütig

Traube (3)5–9(20)-blütig

Blütenblätter:

  • Anzahl: 6 (meist in zwei Kreisen mit je drei Blütenblättern)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: mehrfarbig oder gemustert
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: blau
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Perigonblätter (7)7,5–10(11) mm lang (im Herbar um ≈ 1 mm kür­zer!) und 2–2,5 mm breit, zweifärbig: oberseits (innen) satt dunkellilablau, am Rand grünlich- bis weißlich-blau, am Grund mit einer ≈ 1 mm langen, scharf abgegrenzten Zone (daher am Grund des Perigons einen weißen Ring bildend); junge Blütenknospen hellgrün (Perigonblätter bis zu Beginn der Anthese unterseits (= außen) mit deutlichem hellgrünem Längsmittelstreifen)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Fruchtknoten blau; unreife Früchte dunkelgrün, manchmal violett, stark bauchig

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Antheren 2 mm lang, hellblau

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Zwiebel

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Schaft meist (bei genügend Licht) deutlich ± purpurbraun/braunrot wie der scheidige Laubblattgrund

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite mit kapuzenförmiger Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • mit Blattscheide
  • Querschnitt: Spreite rinnenförmig
  • Spreite linealisch

Schaft meist (bei genügend Licht) deutlich ± purpurbraun/braunrot wie der scheidige Laubblattgrund

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Knospen:

junge Blütenknospen hellgrün (Perigonblätter bis zu Beginn der Anthese unterseits (= außen) mit deutlichem hellgrünem Längsmittelstreifen)

Frucht:

  • Kapsel
  • Farbe: blau oder schwarz

Fruchtknoten blau; unreife Früchte dunkelgrün, manchmal violett, stark bauchig

Samen:

  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

reife Samen frisch 2 mm im Durchmesser, hellgelb bis hellocker, trocken strohgelb bis gelbbraun

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Wälder und Forste

Harte Auwälder, frische Eichen-Hainbuchen-Wälder, Auwiesen

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Harte Auwälder, frische Eichen-Hainbuchen-Wälder, Auwiesen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–untermontan

Geologie/Boden:

Harte Auwälder, frische Eichen-Hainbuchen-Wälder, Auwiesen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 02 - Februar
  • 03 - März
  • 04 - April

(II)III–IV