Sinapis arvensis

Acker-Senf


Synonym

Sinapis arvensis

Gattung (genus)

Sinapis

Familie (familia)

Brassicaceae


Allgemeine Information

LB meist einfach u. ungeteilt, die untersten buchtig gezähnt, ± leierfmg-fiederlappig od. auch -fiederschnittig; Fr samt Schnabel 4-kantig, kahl od. mit 0,3–0,6 mm lg, rückwärts gerichteten Haaren; FrSchnabel kürzer als die restliche Fr; Sa schwarz; BlüStiele ½–1× so lg wie die KB. — StgBAchseln purpurviolett; LB beim Zerreiben nicht kohlähnlich riechend; TragB der seitl. Trauben (oberste StgB) eifmg, grob gezähnt; KroB 10–16 mm lg. H: 30–60 cm. Th. VI–VII(XI). Äcker, Wegränder, Schuttplätze; coll–mont; hfg (ehedem s hfg). Alle TG. Wildgem.. – [GSchlüPkt107–;SpSchlü21/7, 23/10] – (Ramphospermum arvense)  Acker-S., „Gelber Dill (= Dü[n])“ / S. arvensis

Vwm.: Ähnlich dem Brassica nigra / Schwarzsenf, bei diesem aber die FrKlappendeutl. 1-nervig u. FrStiele u. Fr der FrStands-Achse dicht angedrückt

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • krautig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 30–60 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Fliegen
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Schmetterlinge

 

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Typ: Traube

Blütenstiele ½–1× so lang wie die Kelch

Tragblatt der seitlichen Trauben (oberste Stängelblätter) eiförmig, grob gezähnt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Kronblatt 10–16 mm lang

Blütensymmetrie:

  • Blüte disymmetrisch (zwei Symmetrieachsen)

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Blütenstiele ½–1× so lang wie die Kelch

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Stängelblattachseln purpurviolett

Laubblatt beim Zerreiben nicht kohlähnlich riechend

 

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattform: leierförmig (vergrößerter Endabschnitt oder Endblättchen)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
  • Spreite rundlich

Laubblatt meist einfach u. ungeteilt, die untersten buchtig gezähnt, ± leierförmig-fiederlappig od. auch -fiederschnittig

Stängelblattachseln purpurviolett; Laubblatt beim Zerreiben nicht kohlähnlich riechend

Tragblatt der seitlichen Trauben (oberste Stängelblätter) eiförmig, grob gezähnt

Wildgemüse

Keimblätter:

  • Zwei Keimblätter (Zweikeimblättrige)

Phänologie:

Lichtkeimer

Fruchtstand:

Verwechslungsmöglichkeit.: Ähnlich dem Brassica nigra / Schwarzsenf, bei diesem aber die Fruchtklappen deutlich 1-nervig u. Fruchtstiele u. Frucht der Fruchtstands-Achse dicht angedrückt

 

Frucht:

  • mit Fruchtschnabel
  • Oberfläche: behaart
  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)

Frucht samt Schnabel 4-kantig, kahl od. mit 0,3–0,6 mm lang, rückwärts gerichteten Haaren

Fruchtschnabel kürzer als die restliche Frucht

 

Verwechslungsmöglichkeit.: Ähnlich dem Brassica nigra / Schwarzsenf, bei diesem aber die Fruchtklappen deutlich 1-nervig u. Fruchtstiele u. Frucht der Fruchtstands-Achse dicht angedrückt

 

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen schwarz

langlebig

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Äcker, Wegränder, Schuttplätze

Ökologie:

Äcker, Wegränder, Schuttplätze

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

VI–VII(XI)