Echt-Goldrute

Solidago virgaurea


Gattung (genus)

Goldrute / Solidago

Familie (familia)

Korbblütler / Asteraceae


Synonym: Gewöhnliche Goldrute

Spreite der unteren Stängelblätter meist elliptisch bis eiförmig, in den geflügelten Blattstiel ver­schmälert; mittlere Stängelblätter lanzettlich, 10–20 mm breit, mit keiligem Grund sitzend, spitz bis zugespitzt, vor allem unterseits meist ± behaart, besonders in und oberhalb der Mitte scharf gesägt-gezähnt; Korbstand meist deutlich länger als breit, mit kaum mehr als 100 Körben; Körbe mit 6–12 Zungenblüten; Korbboden kahl, bienenwabenförmig (die einzelnen Fruchtknoten am Grund von einem Krönchen [kleinen Zähnchen] umgeben); Hülle 5–9 mm lang; Zungen 5–7 mm lang, (aufgerichtet!) die Röhrenblüten deutlich überragend; Hemikryptophyt. VIII–X. Volksarzneipflanze; Färbepflanze (Gelb).

Im Burgenland kommt nur die Unterart Solidago virgaurea subsp. virgaureavor, weitere Informationen siehe dort.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Volksarzneipflanze

Lebensform:

Wuchsform:

  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • krautig
  • ausdauernd

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

(gilt für die burgenländische Unterart ssp. virgaurea) (30)40–100 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Typ: Korb/ Körbchen
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig

Zungen 5–7 mm lang, (aufgerichtet!) die Röhrenblüten deutlich überragend; Hülle 5–9 mm lang.

Korbstand meist deutlich länger als breit, mit kaum mehr als hundert Körben; Körbe mit 6–12 Zungenblüten; Korbboden kahl, bienenwabenförmig (die einzelnen Fruchtknoten am Grund von einem Krönchen [kleinen Zähnchen] umgeben)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blüten zungenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Farbe: orange
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Zungen 5–7 mm lang, (aufgerichtet!) die Röhrenblüten deutlich überragend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

Korbboden bienenwabenförmig (die einzelnen Fruchtknoten am Grund von einem Krönchen [kleinen Zähnchen] umgeben)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

die einzelnen Fruchtknoten am Grund von einem Krönchen [kleinen Zähnchen] umgeben

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Volksarzneipflanze; Färbepflanze

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: gesägt
  • Blattrand: gezähnt
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite lanzettlich

Spreite der unteren Stängelblätter meist elliptisch bis eiförmig, in den geflügelten Blattstiel verschmälert; mittlere Stängelblätter lanzettlich, 10–20 mm breit, mit keiligem Grund sitzend, spitz bis zugespitzt, vor allem unterseits meist ± behaart, besonders in und oberhalb der Mitte scharf gesägt-gezähnt

Blattstiel:

Spreite der unteren Stängelblätter in den geflügelten Blattstiel verschmälert

mittlere Stängelblätter mit keiligem Grund sitzend

Fruchtstand:

Korbboden kahl, bienenwabenförmig (die einzelnen Fruchtknoten am Grund von einem Krönchen [kleinen Zähnchen] umgeben)

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

(gilt für die burgenländische Unterart ssp. virgaurea) Magere, ± bodensaure Wälder, Magerrasen

Ökologie:

  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

(gilt für die burgenländische Unterart ssp. virgaurea) Magere, ± bodensaure Wälder, Magerrasen

Höhenstufen:

  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

Geologie/Boden:

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Verbreitunsstrategien:

  • Flugfrucht (Anemochorie)

Blütezeit:

  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VIII–X