Bach-Sternmiere

Stellaria alsine


Gattung (genus)

Sternmiere / Stellaria

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonyme: Quell(en)-Sternmiere, Schlamm-Sternmiere, Stellaria uliginosa

Stängel glatt, unten 4-kantig; alle Laubblätter sitzend, 2,5 cm lang, 3–13× so lang wie breit, weich, höchstens am Grund bewimpert, bläulichgrün; Blütenstand: Thyrse, scheinbar seitenständig (weil sympodial übergipfelt von Seiten­trieben); Kelch 2,5–3,5 mm lang, am Grund trichterförmig verschmälert; Kronblätter ¾× so lang wie die Kelchblätter; Griffel 3; Samen 0,6–0,8 mm lang, schwach gerippt. Höhe: 10–40 cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: V–VII. Quellfluren, Bachränder, Waldweg­mulden; nasse, offene, sandige Böden; karbonatmeidend; collin–obermontan; häufig bis zerstreut.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 10–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand: Thyrse, scheinbar seitenständig (weil sympodial übergipfelt von Seiten­trieben)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter ¾× so lang wie die Kelchblätter

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffel 3

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei
  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kronblätter ¾× so lang wie die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Pflanze glauk/bereift
  • Pflanze behaart
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel glatt, unten 4-kantig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch

alle Laubblätter sitzend, 2,5 cm lang, 3–13× so lang wie breit, weich, höchstens am Grund bewimpert, bläulichgrün

Blattstiel:

alle Laubblätter sitzend

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 0,6–0,8 mm lang, schwach gerippt

Lebensraum:

  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ufer und Röhrichte

Quellfluren, Bachränder, Waldweg­mulden; nasse, offene, sandige Böden; karbonatmeidend

Ökologie:

  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Quellfluren, Bachränder, Waldweg­mulden; nasse, offene, sandige Böden; karbonatmeidend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–obermontan

Geologie/Boden:

Quellfluren, Bachränder, Waldweg­mulden; nasse, offene, sandige Böden; karbonatmeidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli

V–VII