Großblütige Vogel-Sternmiere

Stellaria neglecta

Gattung (genus)

Artengruppe Vogel-Sternmiere / Stellaria media agg.

Gattung (genus)

Sternmiere / Stellaria

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonyme: Auwald-Sternmiere, Große Vogelmiere, Verkannte Vogelmiere, Alsinula negleta, Stellaria media subsp. major

Pflanze meist ± aufrecht; Stängelblätter (15)25–30(35) mm lang; Blütenstand locker, die untersten Internodien der Dichasien nicht auffallend ungleich lang; Blütenstiele auffallend dünn, 0,16–0,24 mm dick (breit), der untersten Blüten (20)26–30(40) mm lang; Kelchblätter 5–7 mm lang; Kronblätter 1–1½× so lang wie die Kelchblätter; Staubblätter (8)10; Antheren purpurrot; Narben meist aufrecht, nur an der Spitze umgebogen; Fruchtkelch rund 7 mm lang; Samen (1,2)1,3–1,5(1,7) mm lang und (1,0)1,2–1,6(1,7) mm breit, Samenoberfläche mit meist hohen, spitzkegeligen Höckern (Warzen, deutlich länger als breit), mit zerstreuten (mikroskopischen) Papillen, Hundertkornmasse 75 ± 9 mg, dunkelrotbraun. Höhe: 20–80 cm. Therophyt bis Hemikryptophyt. Blütezeit: IV–V(?). Auwälder, feuchte Waldränder und Staudenfluren; collin; zerstreut bis sehr selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • bienn (zweijährig)
  • krautig
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 20–80 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand locker, die untersten Internodien der Dichasien nicht auffallend ungleich lang

Blütenstiele auffallend dünn, 0,16–0,24 mm dick (breit), der untersten Blüten (20)26–30(40) mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)

Kronblätter 1–1½× so lang wie die Kelchblätter

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 3 (bzw. Narben (bei Seggen))

Narben meist aufrecht, nur an der Spitze umgebogen

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Anzahl: 7, 8 oder 9 Staubblätter
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
  • Staubblätter frei

Staubblätter (8)10

Antheren purpurrot

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kelchblätter 5–7 mm lang

Kronblätter 1–1½× so lang wie die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze meist ± aufrecht

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Nervatur fieder-/netznervig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite eiförmig

Stängelblätter (15)25–30(35) mm lang

Blattstiel:

Fruchtstand:

Fruchtkelch rund 7 mm lang

Frucht:

Fruchtkelch rund 7 mm lang

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen (1,2)1,3–1,5(1,7) mm lang und (1,0)1,2–1,6(1,7) mm breit, Samenoberfläche mit meist hohen, spitzkegeligen Höckern (Warzen, deutlich länger als breit), mit zerstreuten (mikroskopischen) Papillen, Hundertkornmasse 75 ± 9 mg, dunkelrotbraun

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Gebüsche und Hochstaudenfluren

Auwälder, feuchte Waldränder und Staudenfluren

Ökologie:

Auwälder, feuchte Waldränder und Staudenfluren

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

collin

Geologie/Boden:

Auwälder, feuchte Waldränder und Staudenfluren

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai

IV–V(?)