

Knollen-Beinwell
Symphytum tuberosum s.lat.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Raublattgewächse / Boraginaceae
Synonyme: Wald-Beinwell, Knoten-Beinwell, (schweizerisch:) Knotige Wallwurz
Pflanze meist nicht höher als 30 cm, rauhaarig; Stängel einzeln an kriechendem Rhizom mit Knollen, höchstens an der Spitze scheingabelästig; Rhizom waagrecht, dick, mit unregelmäßigen Knollen; Laubblätter schmal herablaufend, eiförmig bis breit-lanzettlich, obere sitzend; Krone hellgelb, (13)14–19(20) mm lang; Kronzipfel umgerollt, Schlundschuppen die Kronzipfel nicht überragend, nur wenig länger als die Staubblätter; Staubfäden schmäler als die Anthere; Theken vom Konnektiv nicht überragt; Klausen ± rau und ± netzig-runzelig. Geophyt. IV–V. Edellaubwälder, Hochstaudenfluren; collin–montan; sehr häufig bis selten.
Im Burgenland wahrscheinlich nur die Unterart Symphytum tuberosum subsp. tuberosum. Weitere Informationen siehe EF4.
Rhizom ≈ 12 mm im Durchmesser, im Umriss unregelmäßig, Verdickungen einander benachbart; Stängel ziemlich dick; (Stängelblätter meist 6–12), elliptisch bis breit-eiförmig bis eilanzettlich, stumpf bis spitz; mittlere Stängelblätter 8–15,5 cm lang und 2,5–5 cm breit, 2,5–3,5× so lang wie breit; (Blütenstand 8–16(40)-blütig); Krone hell- bis dunkelgelb; schlanker (unterer Teil) der Kronröhre 7,3–9,5 mm lang; Schlundschuppen 3-eckig, 1,1–1,5 mm lang (5,5–7,5 mm lang und 1–2 mm breit); (Staubfäden 0,3–0,5× so lang wie die Anthere); Griffel meist 16–20 mm lang; Klausen dunkelbraun, dicht warzig, (bis 4 mm lang). Höhe: (15)20–40(60?) cm. Ende IV–Anfang VI. (collin–)submontan–montan(–subalpin).
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Pflanze meist nicht höher als 30 cm, rauhaarig; Stängel einzeln an kriechendem Rhizom mit Knollen, höchstens an der Spitze scheingabelästig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: (15)20–40(60?) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Infloreszenz vielblütig
- Infloreszenz wenigblütig
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten nickend
- Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstand 8–16(40)-blütig
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen
Krone hellgelb, (13)14–19(20) mm lang; Kronzipfel umgerollt, Schlundschuppen die Kronzipfel nicht überragend, nur wenig länger als die Staubblätter
Krone hell- bis dunkelgelb; schlanker (unterer Teil) der Kronröhre 7,3–9,5 mm lang; Schlundschuppen 3-eckig, 1,1–1,5 mm lang (5,5–7,5 mm lang und 1–2 mm breit)
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
Griffel meist 16–20 mm lang
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
Schlundschuppen nur wenig länger als die Staubblätter; Staubfäden schmäler als die Anthere; Theken vom Konnektiv nicht überragt
(Staubfäden 0,3–0,5× so lang wie die Anthere)
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Stängel einzeln an kriechendem Rhizom mit Knollen, höchstens an der Spitze scheingabelästig
Rhizom waagrecht, dick, mit unregelmäßigen Knollen
Rhizom ≈ 12 mm im Durchmesser, im Umriss unregelmäßig, Verdickungen einander benachbart
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Pflanze rauh
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze meist nicht höher als 30 cm, rauhaarig
Stängel einzeln an kriechendem Rhizom mit Knollen, höchstens an der Spitze scheingabelästig
Stängel ziemlich dick
(Stängelblätter meist 6–12)
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Blattoberseite behaart
- Behaarung: Blattunterseite behaart
- Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Laubblätter nicht alle gleich gestaltet (meist Rosetten- und Stängelblätter)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite eiförmig
- Spreite elliptisch
- Spreite lanzettlich
- Spreitengrund herzförmig
Laubblätter schmal herablaufend, eiförmig bis breit-lanzettlich, obere sitzend
(Stängelblätter meist 6–12), elliptisch bis breit-eiförmig bis eilanzettlich, stumpf bis spitz
mittlere Stängelblätter 8–15,5 cm lang und 2,5–5 cm breit, 2,5–3,5× so lang wie breit
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blatt am Stängel herablaufend
- Blattstiel kurz (undeutlich)
- Blattstiel lang (deutlich)
Laubblätter schmal herablaufend, obere sitzend
Rosette:
- Halbrosettenpflanze (Rosette und Stängelblätter vorhanden)
Ökologie:
Edellaubwälder, Hochstaudenfluren
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
(collin–)submontan–montan(–subalpin)
Geologie/Boden:
Edellaubwälder, Hochstaudenfluren
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
IV–V
Ende IV–Anfang VI

