Groß-Leinblatt

Thesium bavarum


Gattung (genus)

Leinblatt / Thesium

Familie (familia)

Sandelholzgewächse / Santalaceae


Synonym: Thesium bavarum

Pflanze ohne Ausläufer: Wuchs horstig; Laubblätter 3–5-längsnervig, dunkelgrün, (2)3–7(9) mm breit und meist 4–6 cm lang; Blütenstand: Thyrse (Teilblütenstand zumindest z.T. zymös); bei jeder Blüte drei Hochblätter: und zwar das Deckblatt (dessen Stiel – zumindest im oberen Teil des Blütenstandes – mit dem Blütenstiel rekauleszent verwachsen ist, sodass es nicht am Grund des Blütenstiels sitzt, sondern an dessen Spitze, unmittelbar unter der Blüte) und seitlich zwei kleinere Vorblätter; Blüten 4–6 mm im Durchmesser; Perigon (4)5-zipfelig, zur Fruchtreife bis auf den Grund eingerollt, dadurch (nicht entrollt)viel kür­zer als die Frucht erscheinend (postfloral erkennbar); Frucht über den drei  Hochblättern gestielt. Höhe: 25–60 cm. Geophyt. VI–IX. Trockene Wiesen und Böschungen, lichte Wälder; montan; zerstreut bis selten.

 

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

Pflanze ohne Ausläufer: Wuchs horstig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 25–60 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenstand: Thyrse (Teilblütenstand zumindest z.T. zymös); bei jeder Blüte drei Hochblätter: und zwar das Deckblatt (dessen Stiel – zumindest im oberen Teil des Blütenstandes – mit dem Blütenstiel rekauleszent verwachsen ist, sodass es nicht am Grund des Blütenstiels sitzt, sondern an dessen Spitze, unmittelbar unter der Blüte) und seitlich zwei kleinere Vorblätter; Blüten 4–6 mm im Durchmesser

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Farbe: grünlich
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blüten 4–6 mm im Durchmesser

Perigon (4)5-zipfelig, zur Fruchtreife bis auf den Grund eingerollt, dadurch (nicht entrollt) viel kür­zer als die Frucht erscheinend (postfloral erkennbar)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Anzahl: 4 Staubblätter

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig
  • Kelch verwachsenblättrig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze ohne Ausläufer: Wuchs horstig

Laubblätter dunkelgrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: dunkelgrün
  • Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite lanzettlich

Laubblätter 3–5-längsnervig, dunkelgrün, (2)3–7(9) mm breit und meist 4–6 cm lang

Blattstiel:

Fruchtstand:

Frucht über den drei  Hochblättern gestielt

Frucht:

Perigon zur Fruchtreife bis auf den Grund eingerollt, dadurch (nicht entrollt) viel kür­zer als die Frucht erscheinend (postfloral erkennbar)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Samen nicht von Fruchtknoten eingeschlossen (Nacktsamer – Nadelbäume u.a.)
  • Frucht einsamig

Lebensraum:

  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

Trockene Wiesen und Böschungen, lichte Wälder

Ökologie:

  • Lichtliebend (=heliophil)

Trockene Wiesen und Böschungen, lichte Wälder

Höhenstufen:

  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

montan

Geologie/Boden:

Trockene Wiesen und Böschungen, lichte Wälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

VI–IX