Groß-Wasserschlauch
Utricularia australis
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Familie (familia)
Wasserschlauchgewächse / Lentibulariaceae
Eine der zwei burgenländischen Arten der Artengruppe Utricularia vulgaris agg. Weitere Informationen siehe dort.
Synonyme: Verkannter Wasserschlauch, Südlicher Wasserschlauch; Utricularia neglecta, „Utricularia major“
Laubblätter mit 8–75 Fangblasen; Fangblasen 3 × 1,8 mm; Blütenstiel ≈ 3–5× so lang wie das Deckblatt, sich postfloral stark verlängernd (bis 30–42 mm), waagrecht bis etwas aufwärts abstehend, 5–18 mm lang; Kronunterlippe (an frischen Blüten!) anfänglich flach, 15–20 mm breit; Kronoberlippe mit der Kronunterlippe einen rechten bis stumpfen Winkel bildend, vom Schlundwulst abstehend. Schlundwulst mit brauner Äderung; Sporn 5–7,5 mm lang; Drüsen auf der Innenwand des Sporns sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite (Mikroskop!); Frucht stets fehlend; Turionen kugelig bis ellipsoid, 8–18 mm im Durchmesser. Größe: 10–150(200) cm lang. Wasserpflanze. VI–VIII. Stehende und träg fließende, meist schwach saure Gewässer, Tümpel, Teiche; Seen, Altarme; collin–montan; zerstreut bis selten. Auch oft angesalbt (Europa, Paläotropis, Australien).
Detailbeschreibung
Lebensform:
- Wasserpflanze
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- pollakanth (mehrmals blühend)
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Größe: 10–150(200) cm lang
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Frucht stets fehlend
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz wenigblütig
- Typ: Traube
Blütenstiel ≈ 3–5× so lang wie das Deckblatt, sich postfloral stark verlängernd (bis 30–42 mm), waagrecht bis etwas aufwärts abstehend
Blütenstiel 5–18 mm lang
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: mehrfarbig oder gemustert
- Farbe: braun/schwärzlich
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
- Lippenkrone („Lippenblüte“)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Blüten gespornt
Kronunterlippe (an frischen Blüten!) anfänglich flach, 15–20 mm breit; Kronoberlippe mit der Kronunterlippe einen rechten bis stumpfen Winkel bildend, vom Schlundwulst abstehend
Schlundwulst mit brauner Äderung
Sporn 5–7,5 mm lang
Drüsen auf der Innenwand des Sporns sowohl auf der Ober- wie auch auf der Unterseite (Mikroskop!)
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Staubblätter frei
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Flutend (unter Wasser) wachsend
Frucht stets fehlend
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: am Rand bewimpert
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Blattstellung: Wechselständig
- Laubblätter alle gleich gestaltet
- Spreite linealisch
- Spreite nadel-/borstenförmig/fädlich
Laubblätter mit 8–75 Fangblasen
Fangblasen 3 × 1,8 mm
Blattstiel:
- Blattstiel fehlend (sitzendes Blatt)
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Knospen:
Turionen kugelig bis ellipsoid, 8–18 mm im Durchmesser
Lebensraum:
- Ufer und Röhrichte
- untergetaucht im oder auf dem Wasser
Stehende und träg fließende, meist schwach saure Gewässer, Tümpel, Teiche; Seen, Altarme
Auch oft angesalbt
Ökologie:
- Lichtliebend (=heliophil)
Stehende und träg fließende, meist schwach saure Gewässer, Tümpel, Teiche; Seen, Altarme
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
collin–montan
Geologie/Boden:
Stehende und träg fließende, meist schwach saure Gewässer, Tümpel, Teiche; Seen, Altarme
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
VI–VIII