Gewöhnlich-Wasserschlauch

Utricularia vulgaris


Gattung (genus)

Utricularia vulgaris agg.

Gattung (genus)

Wasserschlauch / Utricularia

Familie (familia)

Wasserschlauchgewächse / Lentibulariaceae


Eine der zwei burgenländischen Arten der Artengruppe Utricularia vulgaris agg. Weitere Informationen siehe dort.

Laubblätter mit 20–200 Fangblasen; Fangblasen 4,5 × 3,5 mm; Blütenstiel (5)6–12(15) mm lang; ≈ 2–3× so lang wie das Deckblatt, postfloral deutlich nach unten gebogen, aber sich kaum ver­längernd; Kronunterlippe (an frischen Blüten!) seitlich umgeschlagen, (ausgebreitet) 13–16 mm breit; Kronoberlippe mit der Kronunterlippe einen ± spitzen Winkel bildend, dem Schlundwulst anliegend. Schlundwulst der Krone oft ohne dunkle Äderung; Sporn(6)7–8(10) mm lang; Drüsen auf der Innenwand des Sporns nur auf der Spornoberseite (Mikroskop!); regelmäßig fruchtend; Turionen ellipsoid, 3–18 mm × 2,5–13 mm. Größe: 30–200(300) cm lang. Wasserpflanze. VI–VIII. Stehende und träg fließende basische bis neutrale Gewässer, Tümpel, Teiche, Seen, Röhricht, Erlenbrüche; collin–montan, zerstreut bis selten. (Eurasien).

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Eurasien

Lebensform:

  • Wasserpflanze

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Größe: 30–200(300) cm lang

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

regelmäßig fruchtend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Traube

Blütenstiel ≈ 2–3× so lang wie das Deckblatt, postfloral deutlich nach unten gebogen, aber sich kaum verlängernd

Blütenstiel (5)6–12(15) mm lang

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten gespornt
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Lippenkrone („Lippenblüte“)

Kronunterlippe (an frischen Blüten!) seitlich umgeschlagen, (ausgebreitet) 13–16 mm breit

Kronoberlippe mit der Kronunterlippe einen ± spitzen Winkel bildend, dem Schlundwulst anliegend

Schlundwulst der Krone oft ohne dunkle Äderung

Sporn(6)7–8(10) mm lang

Drüsen auf der Innenwand des Sporns nur auf der Spornoberseite (Mikroskop!)

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Flutend (unter Wasser) wachsend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: am Rand bewimpert
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Spreite linealisch
  • Spreite nadel-/borstenförmig/fädlich

Laubblätter mit 20–200 Fangblasen

Fangblasen 4,5 × 3,5 mm

 

Blattstiel:

Knospen:

Turionen ellipsoid, 3–18 mm × 2,5–13 mm

Frucht:

regelmäßig fruchtend

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Ufer und Röhrichte
  • untergetaucht im oder auf dem Wasser
  • Auwälder

Stehende und träg fließende basische bis neutrale Gewässer, Tümpel, Teiche, Seen, Röhricht, Erlenbrüche

Ökologie:

Stehende und träg fließende basische bis neutrale Gewässer, Tümpel, Teiche, Seen, Röhricht, Erlenbrüche

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Stehende und träg fließende basische bis neutrale Gewässer, Tümpel, Teiche, Seen, Röhricht, Erlenbrüche

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Turionen

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

VI–VIII