Groß-Immergrün
Vinca major
Gattung (genus)
Familie (familia)
Hundsgiftgewächse / Apocynaceae
Oberirdische Sprosse im Winter nicht absterbend, am Grund etwas verholzend; Laubblätter immergrün, zur Blütezeit jene des Vorjahres noch vorhanden; untere Laubblätter herzeiförmig, obere breit-eilanzettlich, kurz bewimpert; Seitennerven der Laubblätter meist ± deutlich von der Mittelrippe in einem Winkel von 30–60° abzweigend; Kelchblätter bewimpert; Krone (3)4–5 cm im Durchmesser, dunkelblau. Höhe: 15–30 cm. Chamaephyt, immergrün. IV–V. In Österreich als Zierpflanze kultiviert, verwildernd und mehrfach lokal etabliert (Kulturrelikt bei Schlössern, Klöstern usw.); auch im Süden meist bloß verwildernd (Heimat: Mediterranraum bis Südwest-Asien), schwach giftig.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)
In Österreich als Zierpflanze kultiviert, verwildernd und mehrfach lokal etabliert (Kulturrelikt bei Schlössern, Klöstern usw.); auch im Süden meist bloß verwildernd
Verbreitung:
Heimat: Mediterranraum bis Südwest-Asien
Lebensform:
- Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
- verholzt
- pollakanth (mehrmals blühend)
Oberirdische Sprosse im Winter nicht absterbend, am Grund etwas verholzend; Laubblätter immergrün, zur Blütezeit jene des Vorjahres noch vorhanden
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 15–30 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz wenigblütig
- Nur Einzelblüten
- Typ: Traube
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten stieltellerförmig
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: blau
- Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
Kelchblätter bewimpert; Krone (3)4–5 cm im Durchmesser, dunkelblau
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
- Staubblätter verwachsen
- Staubblätter frei
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Pflanze immergrün oder wintergrün
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
Oberirdische Sprosse im Winter nicht absterbend, am Grund etwas verholzend
Laubblätter immergrün
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattstellung: Gegenständig
- Farbe: dunkelgrün
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreite eiförmig
- Spreite lanzettlich
- Spreitengrund herzförmig
Oberirdische Sprosse im Winter nicht absterbend, am Grund etwas verholzend
Laubblätter immergrün, zur Blütezeit jene des Vorjahres noch vorhanden; untere Laubblätter herzeiförmig, obere breit-eilanzettlich, kurz bewimpert; Seitennerven der Laubblätter meist ± deutlich von der Mittelrippe in einem Winkel von 30–60° abzweigend
Blattstiel:
- Blattstiel kurz (undeutlich)
Lebensraum:
In Österreich als Zierpflanze kultiviert, verwildernd und mehrfach lokal etabliert (Kulturrelikt bei Schlössern, Klöstern usw.)
Ökologie:
- Störungszeiger
In Österreich als Zierpflanze kultiviert, verwildernd und mehrfach lokal etabliert (Kulturrelikt bei Schlössern, Klöstern usw.); auch im Süden meist bloß verwildernd
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
IV–V

