Knick-Fuchsschwanzgras

Alopecurus geniculatus


Gattung (genus)

Fuchsschwanzgras / Alopecurus

Familie (familia)

Süßgräser / Poaceae


Stg am Grund niederliegend, knickig aufsteigend

Alle LB’Scheiden nicht od. kaum aufgeblasen; Ährenrispe dünn walzl.; HSp nur am Grund verwachsen, nach vorn zu nicht verbreitert, stumpf

DSpGranne (3)3,5–5 mm lg, gekniet, aus dem Ä’ch weit herausragend (dieses um (1,3)2–3 mm überragend), nahe dem Grund (im unteren Viertel) der DSp ent­springend; Anthere (1,2)1,4–1,8 mm lg, 3–4× so lg wie br, anfangs h’gelb (od. schwach violett), später kaffeebraun. — Pf graugrün; Ä’ch (ohne Grannen gemes­sen) (2)2,5–3,5 mm lg. H: (10)15–40 cm. –H He. V–X. Nasse Wiesen, Sümpfe, Ufer, überschwemmte Stellen, Viehweiden, Schipisten, Straßenränder; coll–suba; slt. UÖG; – Ö; – BAY; FL; GR; Lom*, SüdT[1], TN*, Ven*, Fri*; SLO (V). RL: Ö 3; CH 3;SüdT 4;TN 4;Ven 4, BL 1;SLO 3.Knick-F. / A. geniculatus

 

[1]Wilhalm (2007)

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

Stängel am Grund niederliegend, knickig aufsteigend

Pflanze graugrün

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: (10)15–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)
  • windbestäubt (anemophil)

Ährchen einblütig

Blütenstand:

  • Ährenrispe (bei Süßgräsern)
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • deutlich/lang begrannt (bei Süßgräsern)
  • Spelzen = (meist) trockenhäutige Hochblätter im Ährchen vorhanden (Süß- und Sauergräser)
  • Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)

Ährenrispe dünn walzlich

Hüllspelze nur am Grund verwachsen, nach vorn zu nicht verbreitert, stumpf

Deckspelzengranne (3)3,5–5 mm lang, gekniet, aus dem Ährchen weit herausragend (dieses um (1,3)2–3 mm überragend), nahe dem Grund (im unteren Viertel) der Deckspelze entspringend

Ährchen (ohne Grannen gemessen) (2)2,5–3,5 mm lang

Blütenblätter:

  • Farbe: grünlich
  • Farbe: gelb
  • Farbe: violett
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)

Hüllspelze nur am Grund verwachsen, nach vorn zu nicht verbreitert, stumpf

Deckspelzengranne (3)3,5–5 mm lang, gekniet, aus dem Ährchen weit herausragend (dieses um (1,3)2–3 mm überragend), nahe dem Grund (im unteren Viertel) der Deckspelze entspringend

Anthere anfangs hellgelb (oder schwach violett), später kaffeebraun

Ährchen (ohne Grannen gemessen) (2)2,5–3,5 mm lang

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Narbe geteilt (mit Narbenästen/Narbenlappen)

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 3 Staubblätter
  • Staubblätter frei
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)

Anthere (1,2)1,4–1,8 mm lang, 3–4× so lang wie breit, anfangs hellgelb (oder schwach violett), später kaffeebraun

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Sprossknolle
  • Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)

Rhizom und Sprossknolle

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Knoten deutlich erkennbar (Poaceae)
  • Pflanze kahl
  • Pflanze immergrün oder wintergrün
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Stängel am Grund niederliegend, knickig aufsteigend

Alle Laubblattscheiden nicht oder kaum aufgeblasen

Pflanze graugrün

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Farbe: glauk (blaugrün)
  • mit Blatthäutchen (Ligula)
  • mit Blattscheide
  • Nervatur parallel-/bogennervig
  • Spreite linealisch

Alle Laubblattscheiden nicht oder kaum aufgeblasen

Pflanze graugrün

Blattstiel:

Frucht:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen langlebig

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ufer und Röhrichte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Nasse Wiesen, Sümpfe, Ufer, überschwemmte Stellen, Viehweiden, Schipisten, Straßenränder

Ökologie:

  • Lichtliebend (=heliophil)
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

Nasse Wiesen, Sümpfe, Ufer, überschwemmte Stellen, Viehweiden, Schipisten, Straßenränder

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–subalpin

 

Geologie/Boden:

Nasse Wiesen, Sümpfe, Ufer, überschwemmte Stellen, Viehweiden, Schipisten, Straßenränder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

V–X