Echter Eibisch

Althaea officinalis


Gattung (genus)

Eibisch / Althaea

Familie (familia)

Malvengewächse / Malvaceae


Spreite der mittleren u. oberen StgB u. DeckB ungeteilt od. nur seicht 3-lappig, Abschnitte vorn gerundet, am Rand kerbzähnig, Zähne vorn stumpf; Blüstdtraubig, unverzweigt od. Äste sehr kurz, BlüStiele kurz; AußenKB 9, schmallanz.. —KroB(12)15–20 mm lg, weiß bis h’rosa;TeilFr dicht u. ± gleichmßg von sternfmg Haaren bedeckt. H: 60–120(180) cm. HHe. VII–IX(X). An feuchten bis nassen, mchm ± salzhaltige Standorten viell. heimisch; an ± feuchten bis trockeneren Weiderasen u. Ruderalstellenverwld; coll (mont nur verwld); slt. B, W, N, (V);– BG, BS,SüdT, TN, VR, VI;SLO (V; SlovenjGradec). RL: Ö 3, SüdT 4, BL 2. Kult. (in Bauern- u. Klostergärten) als ArzPf (Wu, LB). – (excl. subsp. armeniaca; A. o.subsp. officinalis) – [2n = 42] Gewöhnlicher E.-Ei. /A. officinalis s. str.

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

An feuchten bis nassen, manchmal ± salzhaltige Standorten vielleicht heimisch; an ± feuchten bis trockeneren Weiderasen u. Ruderalstellen verwildernd

(montan nur verwildernd)

Kultiviert (in Bauern- u. Klostergärten) als Arzneipflanze (Wurzel, Laubblatt)

 

Lebensform:

Wuchsform:

Wuchshöhe:

  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: 60–120(180) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • tierbestäubt: insektenbestäubt - Bienen/Hummeln

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Traube

Blütenstand traubig, unverzweigt od. Äste sehr kurz

Spreite der mittleren u. oberen Stängelblätter u. Deckblätter ungeteilt od. nur seicht 3-lappig

Blütenstiele kurz

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Kronblätter(12)15–20 mm lang, weiß bis hellrosa

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 6 oder mehr

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: zahlreiche Staubblätter (mehr als zehn)
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Anzahl: mehr als fünf Kelchblätter/ Kelchzipfel
  • Kelch behaart oder bewimpert
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Außenkelchblätter 9, schmallanzettlich

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze behaart

Stängel u. Laubblatt filzig-sternhaarig, auffallend samtig-weich, grau

 

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Sternhaare
  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattstellung: Wechselständig
  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)

Stängel u. Laubblatt filzig-sternhaarig, auffallend samtig-weich, grau

Spreite der mittleren u. oberen Stängelblätter u. Deckblätter ungeteilt od. nur seicht 3-lappig, Abschnitte vorn gerundet, am Rand kerbzähnig, Zähne vorn stumpf

Blattstiel:

Rosette:

Frucht:

  • Oberfläche: behaart
  • Zerfallfrucht (z.B. Gliederhülse, Klausenfrüchte)

Teilfrucht dicht u. ± gleichmäßig von sternförmigen Haaren bedeckt

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Teilfrucht einsamig

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ruderalstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

An feuchten bis nassen, manchmal ± salzhaltige Standorten vielleicht heimisch; an ± feuchten bis trockeneren Weiderasen u. Ruderalstellen verwildernd

Kultiviert (in Bauern- u. Klostergärten) als Arzneipflanze (Wurzel, Laubblatt)

 

Ökologie:

  • Salzpflanze (Halophyt) oder salztolerant
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger

An feuchten bis nassen, manchmal ± salzhaltige Standorten vielleicht heimisch; an ± feuchten bis trockeneren Weiderasen u. Ruderalstellen verwildernd

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin (montan nur verwildernd)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

VII–IX(X)