Sumpf-Wasserstern

Callitriche palustris s.str.

Gattung (genus)

Callitriche palustris agg.

Gattung (genus)

Wasserstern / Callitriche

Familie (familia)

Wegerichgewächse / Plantaginaceae


Synonyme: Frühlings-Wasserstern; Callitriche verna, Callitriche vernalis

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend, Unterwasser-Laubblätter manchmal an der Spitze ausgerandet, aber dann meist nicht verbreitert; Blüten i.d.R. nur in der Wasser-Modifikante; bildet häufig Landmodifikanten, diese mit schmallinealischen Laubblättern und reduziertem Staubblatt und Griffel. Griffel (zumindest an der Basis und in Blüte) aufrecht abstehend, Narbenäste ungleich lang; Pollenkörner kugelig, gelblich, deutlich skulpturiert. Frucht 0,9–1,4 mm lang und 0,7–1,1 mm breit, in Seitenansicht verkehrt-eiförmig, nach unten etwas verjüngt (oberhalb der Mitte am breitesten), Rand im oberen Teil der Frucht (und manchmal auch an der Basis) deutlich geflügelt, seitlich sehr schmal bis ungeflügelt, reife Frucht sehr dunkelbraun bis schwarz. Größe: 5–30 cm lang. –kurzlebig. Wasserpflanze. IV–X. seichte (oder trockengefallene), stehende, ± be­schattete, karbonat- und nährstoffarme Gewässer, Tümpel, Pfützen (z.B. in Fahrspuren von Waldwegen); collin–alpin; zerstreut.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Wasserpflanze

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

bildet häufig Landmodifikanten, diese mit schmallinealischen Laubblättern ☉–kurzlebig. Wasserpflanze.

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Größe: 5–30 cm lang.(Landmodifikanten kleinwüchsig)

Blütenbiologie:

  • Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
  • Pflanze einhäusig

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend,

Blüten i.d.R. nur in der Wasser-Modifikante

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz lockerblütig
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Nur Einzelblüten

Blüten i.d.R. nur in der Wasser-Modifikante

Blütenblätter:

  • Farbe: gelb
  • Farbe: grünlich
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • reduziert/nicht vorhanden ("nackte Blüte")

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend, Blüten i.d.R. nur in der Wasser-Modifikante

 

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

Griffel (zumindest an der Basis und in Blüte) aufrecht abstehend, Narbenäste ungleich lang

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 1-2 Staubblätter
  • Staubbeutel gelb
  • Staubblätter frei

Pollenkörner kugelig, gelblich, deutlich skulpturiert.

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Flutend (unter Wasser) wachsend
  • Wuchs: Pflanze kriechend/dem Boden anliegend
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Pflanze meist oberhalb der Wasseroberfläche blühend, bildet häufig Landmodifikanten

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit stumpfer Spitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Quirlständig
  • Grösse: sehr klein (nicht länger als 1 cm)
  • Grösse: klein (1 bis 2 cm)
  • Spreite eiförmig
  • Spreite elliptisch
  • Spreite lanzettlich
  • Spreite linealisch

Unterwasser-Laubblätter manchmal an der Spitze ausgerandet, aber dann meist nicht verbreitert;

bildet häufig Landmodifikanten, diese mit schmallinealischen Laubblättern

Blattstiel:

Frucht:

  • Kapsel
  • Farbe: blau oder schwarz

Frucht 0,9–1,4 mm lang und 0,7–1,1 mm breit, in Seitenansicht verkehrt-eiförmig, nach unten etwas verjüngt (oberhalb der Mitte am breitesten), Rand im oberen Teil der Frucht (und manchmal auch an der Basis) deutlich geflügelt, seitlich sehr schmal bis ungeflügelt, reife Frucht sehr dunkelbraun bis schwarz.

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Feuchtwiesen, Sümpfe, Moore
  • Ufer und Röhrichte
  • untergetaucht im oder auf dem Wasser
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

bildet häufig Landmodifikanten,

Seichte (oder trockengefallene), stehende, ± be­schattete, karbonat- und nährstoffarme Gewässer, Tümpel, Pfützen (z.B. in Fahrspuren von Waldwegen)

Ökologie:

  • Wasserpflanze (Hydrophyt)
  • Staunässezeiger/Vernässungszeiger
  • Schattenliebend (=sciadophil)
  • Wechselfeuchtezeiger
  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

bildet häufig Landmodifikanten,

Seichte (oder trockengefallene), stehende, ± be­schattete, karbonat- und nährstoffarme Gewässer, Tümpel, Pfützen (z.B. in Fahrspuren von Waldwegen)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–alpin

Geologie/Boden:

bildet häufig Landmodifikanten,

Seichte (oder trockengefallene), stehende, ± be­schattete, karbonat- und nährstoffarme Gewässer, Tümpel, Pfützen (z.B. in Fahrspuren von Waldwegen)

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober

IV–X