Knäuel-Hornkraut

Cerastium glomeratum


Gattung (genus)

Hornkraut / Cerastium

Familie (familia)

Nelkengewächse / Caryophyllaceae


Synonym: „Cerastium viscosum“

Pflanze nie mit kurzen, vegetativen Trieben, meist dicht drüsig behaart, gelblichgrün; Kelchblätter 4 mm lang, Kelchblattspitze wird von drüsenlosen Haaren deutlich überragt; Kronblätter 5, etwa so lang wie die Kelchblätter, am Grund kahl; Staubblätter 5–10, kahl; Griffel 5; Fruchtstiele ⅓–1× so lang wie der Kelch, Blütenstand daher gedrängt, geknäuelt; Fruchtzähne 10; Samen 0,4 mm lang, höchstens 0,7 mm im Durchmesser. Höhe: 2–45 cm. Therophyt, einjährig. Blütezeit: III–IX. (Hackfrucht-)Äcker, Ruderalstellen, Wege, Grasplätze, Waldschläge; besonders lehmig-tonige Böden; karbonat­meidend; collin–montan; häufig bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 2–45 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
  • Infloreszenz dichtblütig

Fruchtstiele ⅓–1× so lang wie der Kelch, Blütenstand daher gedrängt, geknäuelt

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) lappig, spaltig oder schnittig
  • Apex: Blütenblätter vorne ausgerandet (herzförmig, eingebuchtet, etc)
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Kronblätter 5, etwa so lang wie die Kelchblätter, am Grund kahl

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

Griffel 5

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Anzahl: 7, 8 oder 9 Staubblätter
  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Staubblätter 5–10, kahl

Blütenkelch:

Kelchblätter 4 mm lang, Kelchblattspitze wird von drüsenlosen Haaren deutlich überragt

Kronblätter etwa so lang wie die Kelchblätter

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Pflanze nie mit kurzen, vegetativen Trieben, meist dicht drüsig behaart, gelblichgrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Blattoberseite behaart
  • Behaarung: Blattunterseite behaart
  • Behaarung: Haartyp: Drüsenhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Farbe: hellgrün
  • Spreite eiförmig
  • Spreite rundlich

Pflanze nie mit kurzen, vegetativen Trieben, meist dicht drüsig behaart, gelblichgrün

Blattstiel:

Fruchtstand:

Fruchtstiele ⅓–1× so lang wie der Kelch, Blütenstand daher gedrängt, geknäuelt

Frucht:

Fruchtzähne 10

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 0,4 mm lang, höchstens 0,7 mm im Durchmesser

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften

(Hackfrucht-)Äcker, Ruderalstellen, Wege, Grasplätze, Waldschläge; besonders lehmig-tonige Böden; karbonat­meidend

Ökologie:

  • Störungszeiger

(Hackfrucht-)Äcker, Ruderalstellen, Wege, Grasplätze, Waldschläge; besonders lehmig-tonige Böden; karbonat­meidend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

  • Säureliebend (=acidophil)
  • Dichte Böden (lehmig, tonig)

(Hackfrucht-)Äcker, Ruderalstellen, Wege, Grasplätze, Waldschläge; besonders lehmig-tonige Böden; karbonat­meidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

III–IX