Kopf-Zwerggeißklee

Chamaecytisus supinus


Gattung (genus)

Rauhaar-Zwerggeißklee / Chamaecytisus hirsutus

Gattung (genus)

Zwerggeißklee / Chamaecytisus

Familie (familia)

Schmetterlingsblütler / Fabaceae


Diese Art ist nach aktueller Lehrmeinung (EF 4) nur eine Unterart von Cytisus hirsutus. Sie muss nach aktueller Lehrmeinung  (wie alle Arten der ehemaligen Gattung Chamaecytisus) in die Gattung Cytisus integriert werden und heißt dann Cytisus hirsutus ssp. supinus.

Synonyme: Kopfiger Zwerggeißklee, Niedriger Geißklee; Cytisus supinus, Cytisus capitatus

Äste jung locker abstehend behaart, im 2. Jahr ziemlich verkahlt. Blüten sowohl zu 1–3 an seitenständigen Kurztrieben (besonders im Frühling) als auch zu 2–6(10) in kopfig-verkürzten Trauben am Ende der Langtriebe. (IV–V)VI–VIII(X). pH-indifferent bis schwach karbonatmeidend. Verbreitet, im Pannonikum häufig, sonst zerstreut bis sehr selten.

Verwechslungsmöglichkeit: Frühblühende Individuen ohne endständige Blütestände ähneln im Habitus stark der Unterart Chamaecytisus hirsutus ssp. hirsutus.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Verbreitung:

Im Pannoniukm häufig, sonst zerstreut bis sehr selten.

Lebensform:

  • Chamaephyt (Zwerg-, Teppich- und Halbsträucher, Polsterstauden)

Wuchsform:

  • pollakanth (mehrmals blühend)
  • verholzt

Zwergstrauch

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)

Blütenstand:

  • Typ: Traube
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel

Blüten sowohl zu 1–3 an seitenständigen Kurztrieben (bes. im Frühling) als auch zu 2–6(10) in kopfig-verkürzten Trauben am Ende der Langtriebe

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: gelb
  • Schmetterlingsblüte

Blüten sowohl zu 1–3 an seitenständigen Kurztrieben (bes. im Frühling) als auch zu 2–6(10) in kopfig-verkürzten Trauben am Ende der Langtriebe

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubblätter verwachsen

Blütenkelch:

  • Kelch verwachsenblättrig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart

Äste jung locker abstehend behaart, im 2. Jahr ziemlich verkahlt

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: zusammengesetzt (z.B. Eschenblatt)
  • Blattform: zusammengesetzt, dreizählig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Fiederblätter: ein oder wenige (bis drei) Fiederpaare

Blattstiel:

Frucht:

  • Hülse (hängend, sich mit zwei Klappen öffnend)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Felsstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Siehe Chamaecytisus hirsutus s. lat: Meist ± bodensaure lichte Föhren und Eichenwälder, trockene, lehmige u. felsige Hänge u. Böschungen, Magerwiesen, Schuttfluren, Felsen

Ökologie:

Siehe Chamaecytisus hirsutus s. lat

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

Siehe Chamaecytisus hirsutus s. lat

collin -untermontan

Geologie/Boden:

  • pH-indifferent/auf intermediärem Gestein

pH-indiff. bis schwach karbonatmeidend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

(IV–V)VI–VIII(X)