


Guter Heinrich
Blitum bonus-henricus
Gattung (genus)
Erdbeerspinat & Guter Heinrich / Blitum
Familie (familia)
Gänsefuß- & Amarantgewächse / Amaranthaceae s.lat.
Synonyme: Dorf-Gänsefuß, Chenopodium bonus-henricus
Pflanze ausdauernd, mit kräftigem mehrköpfigem Pleiokorm („vielköpfiges Rhizom"); Stängel meist mehrere, unverzweigt; Laubblattstiele (1)1⅓–2× so lang wie die Spreite, diese (5)7–14 cm lang und (3)5–14 cm breit, 3-eckig-spießförmig bis pfeilförmig, am Grund gestutzt, ganzrandig bis (seicht)buchtig gezähnt, besonders unterseits dicht mehlig-bestäubt; Blütenstand: endständige, lange, blattlose, oft ± nickende (Doppel-)Scheinähre mit zahlreichen, oft dichtstehenden, knäueligen oder sehr kurzästig-gedrungenen, (0,5)1–2(3) cm langen Blütenstandsästen; Fruchtperigon nicht saftig-fleischig sondern dickhäutig, höchstens schwach sukkulent, grün, graugrün oder gelbgrün; Samenschale fast glatt. Höhe: 10–80 cm. Hemikryptophyt. Blütezeit: IV–X. Ruderalfluren, stickstoffreiche, frische Hochstaudenfluren, Lägerfluren; früher Gemüsepflanze („Spinat“) und Volksarzneipflanze. (collin-)montan–subalpin; häufig bis selten.
Detailbeschreibung
Flora status:
- Ureinheimisch = indigen
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchsform:
- ausdauernd
- krautig
Pflanze ausdauernd, mit kräftigem mehrköpfigem Pleiokorm („vielköpfiges Rhizom")
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
Höhe: 10–80 cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- windbestäubt (anemophil)
- Blüten eingeschlechtich (rein weiblich oder rein männlich)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
- Infloreszenz vielblütig
- Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
- Typ: Ähre (oder Kolben, wenn Achse verdickt)
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blütenstand: endständige, lange, blattlose, oft ± nickende (Doppel-)Scheinähre mit zahlreichen, oft dichtstehenden, knäueligen oder sehr kurzästig-gedrungenen, (0,5)1–2(3) cm langen Blütenstandsästen
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
- Farbe: grünlich
- Farbe: gelb
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 1-2 Staubblätter
- Anzahl: 3 Staubblätter
- Anzahl: 4 Staubblätter
Blütenkelch:
- nicht vorhanden oder hinfällig
Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):
- Rhizom (wurzelartige, meist horizontal verlaufende Sprossachse)
Pflanze ausdauernd, mit kräftigem mehrköpfigem Pleiokorm („vielköpfiges Rhizom")
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze kahl
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Pflanze ausdauernd, mit kräftigem mehrköpfigem Pleiokorm („vielköpfiges Rhizom")
Stängel meist mehrere, unverzweigt
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
- Blattform: geteilt, gelappt (z.B. Eichenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattrand: gebuchtet
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Wechselständig
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Grösse: mittelgross (2 bis 10 cm)
- Grösse: gross (länger als 10 cm)
- Nervatur fieder-/netznervig
- Spreitengrund pfeilförmig
- Spreitengrund spießförmig
Laubblattstiele (1)1⅓–2× so lang wie die Spreite, diese (5)7–14 cm lang und (3)5–14 cm breit, 3-eckig-spießförmig bis pfeilförmig, am Grund gestutzt, ganzrandig bis (seicht)buchtig gezähnt, besonders unterseits dicht mehlig-bestäubt
Lebensraum:
- Gebüsche und Hochstaudenfluren
Ruderalfluren, stickstoffreiche, frische Hochstaudenfluren, Lägerfluren; früher Gemüsepflanze („Spinat“) und Volksarzneipflanze
Ökologie:
- Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
- Störungszeiger
Ruderalfluren, stickstoffreiche, frische Hochstaudenfluren, Lägerfluren
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
- montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder
(collin-)montan–subalpin
Geologie/Boden:
Ruderalfluren, stickstoffreiche, frische Hochstaudenfluren, Lägerfluren
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
- 09 - September
- 10 - Oktober
Blütezeit: IV–X


