Stink-Gänsefuß

Chenopodium vulvaria

Gattung (genus)

Gänsefuß ieS / Chenopodium s.str.

Familie (familia)

Gänsefuß- & Amarantgewächse / Amaranthaceae s.lat.


Synonyme: Übelriechender Gänsefuß, „Fotzenkraut“

Pflanze meist niederliegend bis schwach aufsteigend, stark graugrün bemehlt, intensiv unangenehm fischartig bis mehlig-kleiig stinkend (Geruchstoff: Trimethylamin); Laubblattspreite (0,8)1–2,5(3) cm lang und 0,6–2,5 cm breit, breit-eiförmig bis rhombisch, ganzrandig oder höchstens am Grund beiderseits mit je 1(2) schwach entwickelten, stumpfen Zähnen; Perigonblätter stets 5; Samenschale glatt. Höhe: 1–5(10) cm; Größe: 10–40 cm lang. Therophyt. Blütezeit: V–VIII. Nährstoff- und sandreiche, schutthältige, trockene Ruderalfluren und Park­rasen, Pflaster- und Mauerritzenfluren; trittfest; Hackfruchtäcker, sehr wärmeliebend; collin(–submontan); selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Pflanze meist niederliegend bis schwach aufsteigend

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 1–5(10) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • windbestäubt (anemophil)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Brakteoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Hochblätter, Blütenstand daher deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Infloreszenz vielblütig
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blütenhülle gleichförmig (homochlamydeisch = alle Blütenhüllblätter gleich, entweder alle kelch- oder alle kronblattförmig)
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)

Perigonblätter stets 5

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 5 Staubblätter

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend
  • Pflanze rauh
  • Pflanze glauk/bereift

Pflanze meist niederliegend bis schwach aufsteigend, stark graugrün bemehlt, intensiv unangenehm fischartig bis mehlig-kleiig stinkend (Geruchstoff: Trimethylamin)

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite mit Grannenspitze
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Spreite eiförmig

Pflanze meist niederliegend bis schwach aufsteigend, stark graugrün bemehlt, intensiv unangenehm fischartig bis mehlig-kleiig stinkend (Geruchstoff: Trimethylamin)

Laubblattspreite (0,8)1–2,5(3) cm lang und 0,6–2,5 cm breit, breit-eiförmig bis rhombisch, ganzrandig oder höchstens am Grund beiderseits mit je 1(2) schwach entwickelten, stumpfen Zähnen

Blattstiel:

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samenschale glatt

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)

Nährstoff- und sandreiche, schutthältige, trockene Ruderalfluren und Park­rasen, Pflaster- und Mauerritzenfluren; trittfest; Hackfruchtäcker, sehr wärmeliebend

Ökologie:

  • wärmeliebend (thermophil)
  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Nährstoff- und sandreiche, schutthältige, trockene Ruderalfluren und Park­rasen, Pflaster- und Mauerritzenfluren; trittfest; Hackfruchtäcker, sehr wärmeliebend

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder

collin(–submontan)

Geologie/Boden:

  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Nährstoff- und sandreiche, schutthältige, trockene Ruderalfluren und Park­rasen, Pflaster- und Mauerritzenfluren; trittfest; Hackfruchtäcker, sehr wärmeliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August

Blütezeit: V–VIII