Flachs-Teufelszwirn
Cuscuta epilinum
Gattung (genus)
Familie (familia)
Windengewächse / Convolvulaceae
Im Burgenland ausgestorben.
Synonyme: Flachs-Seide, Lein-Seide
Stängel glatt, 0,5–1 mm im Durchmesser, nicht oder nur (selten) 1–2× verzweigt; Blüten in kugeligen Knäueln, (fast) sitzend, 5-zählig, 2,5–3 mm lang, sitzend; Kelchzipfel breit dreieckig, spitz; Krone grünlich- bis gelblich-weiß, Kronzipfel meist aufrecht bis aufrecht-abstehend, kürzer als die Kronröhre, spitz bis zugespitzt; Schlundschuppen kurz gefranst, kürzer als die Kronröhre, meist 2-teilig, manchmal nur schwach entwickelt, aufrecht, Kronröhre daher offen; Griffel 2; (inkl. Narbe) 0,6–1,2 mm lang, kürzer als der Fruchtknoten, Narben linealisch (fädlich); Krone sich ablösend, die Frucht haubenartig bedeckend; Frucht 1,5–4 mm lang, quer aufspringend, kugelig, oben abgeflacht, breiter als lang. Gesamtlänge: 30–50 cm lang. ☉ Therophyt. VI–VIII. (Ehedem:) Äcker; meist auf Flachs / Linum usitatissimum, selten aufCamelina. In Österreich ausgestorben: in Europa mit dem Verschwinden des Flachsanbaus im 20. Jahrhunderts angeblich (fast?) ausgestorben. Unabsichtliche Kultursippe, entstanden in Anpassung an den Wirt; Stammform wahrscheinlich in Zentralasien).
Detailbeschreibung
Flora status:
In Österreich ausgestorben: in Europa mit dem Verschwinden des Flachsanbaus im 20. Jahrhunderts angeblich (fast?) ausgestorben.
Verbreitung:
Stammform wahrscheinlich in Zentralasien
Lebensform:
- Therophyt (Einjährige)
Wuchsform:
- annuell
- hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
- krautig
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Infloreszenz vielblütig
- Infloreszenz dichtblütig
- Typ: Kopf/Köpfchen
- Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..
Blüten in kugeligen Knäueln, (fast) sitzend
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
- Blüten trichter- oder radförmig
- Blüten zylindrisch oder glockenförmig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Blütenhülle verwachsenblättrig
- Farbe: gelb
- Farbe: grünlich
- Farbe: weiß oder cremefarben
- Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
- Verwachsenblättrig mit Kronröhre
- Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen
Blüten 5-zählig, 2,5–3 mm lang, sitzend
Krone grünlich- bis gelblich-weiß, Kronzipfel meist aufrecht bis aufrecht-abstehend, kürzer als die Kronröhre, spitz bis zugespitzt; Schlundschuppen kurz gefranst, kürzer als die Kronröhre, meist 2-teilig, manchmal nur schwach entwickelt, aufrecht, Kronröhre daher offen
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtblätter verwachsen
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
Griffel 2; (inkl. Narbe) 0,6–1,2 mm lang, kürzer als der Fruchtknoten, Narben linealisch (fädlich)
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 5 Staubblätter
Blütenkelch:
- Anzahl: 5 Kelchblätter
- Kelch verwachsenblättrig
- Kelchzähne deutlich
- Kelchzähne deutlich: zugespitzt
Blüten 5-zählig
Kelchzipfel breit dreieckig, spitz
Lebensraum:
- Äcker und Ackerrandstreifen
(Ehedem:) Äcker; meist auf Flachs / Linum usitatissimum, selten auf Camelina
In Österreich ausgestorben
Ökologie:
- Parasiten (Hemi- und Holoparasiten)
(Ehedem:) Äcker; meist auf Flachs / Linum usitatissimum, selten auf Camelina. In Österreich ausgestorben: in Europa mit dem Verschwinden des Flachsanbaus im 20. Jahrhunderts angeblich (fast?) ausgestorben. Unabsichtliche Kultursippe, entstanden in Anpassung an den Wirt
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 06 - Juni
- 07 - Juli
- 08 - August
VI–VIII