Teufelszwirn

Cuscuta

Familie (familia)

Windengewächse / Convolvulaceae


Die Familie umfasst weltweit ca. 145 Arten und 17 Arten in Europa.

Pflanze , Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter; Stängel ohne Kontakt mit dem Boden, windend, gelblich bis rötlich, fadenförmig (nur bei Cuscuta lupulina bis 3 mm im Durchmesser), mit warzenförmigen Haustorien; Blüten in seitlichen, meist kopfigen Knäueln (Zymen); Kelch 4–5-zipfelig; Krone glockig, 2–5 mm lang, mit deutlich ausgebildetem Saum (= Kronzipfel), innen mit gefransten Schlundschuppen (diese unter den Staubblättern ste­hend); Staubblätter der Kronröhre angeheftet, zwischen den Kronzipfeln stehend.  

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Pflanze ☉, Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter

Wuchsform:

  • annuell
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)
  • krautig

Pflanze ☉, Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter; Stängel ohne Kontakt mit dem Boden, windend

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
  • Beblätterung: Frondoser Blütenstand (Blätter im Blütenstandsbereich sind Laubblätter, Blütenstand daher nicht deutlich abgesetzt)
  • Infloreszenz vielblütig
  • Infloreszenz dichtblütig
  • Typ: Kopf/Köpfchen
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blüten in seitlichen, meist kopfigen Knäueln (Zymen)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Anzahl: 5
  • Apex: Blütenblätter (oder Kronzipfel) stumpf
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: grünlich
  • Farbe: gelb
  • Farbe: braun/schwärzlich
  • Farbe: orange
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Farbe: rot
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre
  • Verwachsenblättrig mit Schlundschuppen

Krone glockig, 2–5 mm lang, mit deutlich ausgebildetem Saum (= Kronzipfel), innen mit gefransten Schlundschuppen (diese unter den Staubblättern ste­hend); Staubblätter der Kronröhre angeheftet, zwischen den Kronzipfeln stehend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))
  • Narbe kopfig oder sitzend

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter
  • Anzahl: 5 Staubblätter
  • Staubblätter verwachsen

Staubblätter der Kronröhre angeheftet, zwischen den Kronzipfeln stehend

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Anzahl: 5 Kelchblätter
  • Kelch verwachsenblättrig
  • Kelchzähne deutlich

Kelch 4–5-zipfelig

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Haustorien

Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter

bei Cuscuta lupulina bis 3 mm im Durchmesser), mit warzenförmigen Haustorien

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Pflanze ☉, Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter

Stängel ohne Kontakt mit dem Boden, windend, gelblich bis rötlich, fadenförmig (nur bei Cuscuta lupulina bis 3 mm im Durchmesser), mit warzenförmigen Haustorien

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Pflanze mit Milchsaft

Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter

Blattstiel:

Vollschmarotzer, ohne Wurzeln und ohne Laubblätter

Frucht:

Samen:

  • Frucht mehr- bis vielsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Auwälder
  • Ruderalstandorte
  • Trockenrasen
  • Wiesen (außer Feuchtwiesen und Trockenrasen)
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ufer und Röhrichte

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)
  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)
  • Störungszeiger

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September