Diplotaxis muralis

Acker-Doppelrauke


Synonym

Diplotaxis muralis

Gattung (genus)

Diplotaxis

Familie (familia)

Brassicaceae


Allgemeine Information

Fr oberh. des BlüBodensnicht od. höchstens 0,5 mm lg gestielt; KroB5–7(8) mmlg; KB 3–5 mm lg; die beiden längeren BlüNektarien kürzer als 1 mm; Anthere 1–2 mm lg;LB buchtig gezähnt bis 1×-fiederspaltig, die Abschnitte br-3-eckig bis längl., höchstens 2× so lg wie br; BlüStiel so lg bis nur wenig länger als die Blü. — Stg (0)1–3(4)-blättrig, aufrecht bis aufsteigend; am Grund nicht holzig, ± deutl. Grundrosette;BlüD: ?;Kro sich während der Anthese schwach lila verfärbend; FrStiele ¼–½× so lg wie die reife Fr. H: 15–60 cm. Á Th–He. (IV)V–VIII(–XI). Lehmige Äcker u. Weingärten, Ruderalstellen, Mauern; coll–mont; zstr. Ö; – wBAY; FL; GR; IT ohne SO; SLO.RL: SüdT 3. Arch.? Wildgemüse      Acker-D., Mauer-D. / D. muralis

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Ureinheimisch = indigen
  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Archäophyt?

 

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • krautig

kurzlebig

aufrecht bis aufsteigend; am Grund nicht holzig

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig

Höhe: 15–60 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)
  • selbstbestäubt (autogam)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Traube

Blütenstiel so lang bis nur wenig länger als die Blüten

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Farbe: violett
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten klein (5 bis 10 mm Durchmesser)
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus

Krone gelb

Frucht oberhalb des Blütenbodens nicht od. höchstens 0,5 mm lang gestielt

Kronblatt5–7(8) mm lang

die beiden längeren Blütennektarien kürzer als 1 mm

Krone sich während der Anthese schwach lila verfärbend

Blütensymmetrie:

  • Blüte disymmetrisch (zwei Symmetrieachsen)

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

Frucht oberhalb des Blütenbodens nicht od. höchstens 0,5 mm lang gestielt

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Anthere 1–2 mm lang

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Kelchblatt 3–5 mm lang

Blütenduft:

Blütenduft: ?

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

Wurzelsprosse

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze kahl
  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Pflanze (fast) kahl (Stängelhaare 0,5–1 mm lang, waagrecht-abstehend bis etwas abwärts gerichtet)

Stängel (0)1–3(4)-blättrig, aufrecht bis aufsteigend

am Grund nicht holzig, ± deutliche Grundrosette

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und geteilt (z.B. Ahornblatt)
  • Blattform: geteilt, gespalten
  • Blattrand: gebuchtet
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)

Laubblatt buchtig gezähnt bis 1×-fiederspaltig, die Abschnitte breit-3-eckig bis länglich, höchstens 2× so lang wie breit

Stängel (0)1–3(4)-blättrig

± deutliche Grundrosette

Wildgemüse(wie Diplotaxistenuifolia)

 

Rosette:

Stängel (0)1–3(4)-blättrig

± deutlicheGrundrosette

Keimblätter:

  • Zwei Keimblätter (Zweikeimblättrige)

Fruchtstand:

Fruchtstiele ¼–½× so lang wie die reife Frucht

Frucht:

  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)

Frucht oberhalb des Blütenbodens nicht od. höchstens 0,5 mm lang gestielt

Fruchtstiele ¼–½× so lang wie die reife Frucht

 

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
  • Frucht mehr- bis vielsamig

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte

Lehmige Äcker u. Weingärten, Ruderalstellen, Mauern

Ökologie:

Lehmige Äcker u. Weingärten, Ruderalstellen, Mauern

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

 

Geologie/Boden:

  • Dichte Böden (lehmig, tonig)

Lehmige Äcker u. Weingärten, Ruderalstellen, Mauern

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

vegetativ über Wurzelsprosse

Blütezeit:

  • 04 - April
  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November

(IV)V–VIII(–XI)