Rundfrucht-Hungerblümchen

Draba boerhaavii

Gattung (genus)

Draba verna agg.

Gattung (genus)

Felsenblümchen, Hungerblümchen / Draba

Familie (familia)

Kreuzblütler / Brassicaceae


Synonyme: Eriophila spathulata, Eriophila verna subsp. spathulata

Die Aufteilung der ArtengruppeDraba verna agg. (bzw. Draba verna s.lat.) ist nach neuerstem Stand (zumindest für Österreich) nicht mehr haltbar.


(Die dritte Auflage der EF von Österreich verschlüsselte die Art folgendermaßen: Stängelunterteil und Laubbattoberseite mit Gabelhaarenund 3(–5)-strahligen Sternhaaren (selten gegen den Spreitengrund zu mit einfachen Haaren); Laubblatt breit-lanzettlich, ganzrandig (selten stumpf gezähnt); Frucht ca. 1⅓(–2)× so lang wie breit, ca. 3–4,5 mm lang und 1,8–2,5(3) mm breit, breit verkehrt-eiförmig bis rundlich; Fruchtstiel höchstens 18 mm lang, Samen meist 0,3–0,4 mm lang. Höhe: 2–7 cm. Therophyt. III–V. Lückige Trockenrasen, Ruderalstellen; kalkliebend; collin–montan; zerstreut bis selten. Besonders im Pannonikum.)

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

Wuchsform:

  • annuell
  • krautig
  • hapaxanth (nur einmal blühend, danach absterbend)

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • selbstbestäubt (autogam)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf unbeblättertem Stängel (Schaft)
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Infloreszenz wenigblütig
  • Typ: Traube

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)

Blütensymmetrie:

  • Blüte disymmetrisch (zwei Symmetrieachsen)

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
  • Pflanze behaart

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Einfache Haare
  • Behaarung: Haartyp: Sternhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Laubblätter alle gleich gestaltet

Blattstiel:

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Phänologie:

frühlingsannuell

Frucht:

  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schötchen (Frucht weniger als dreimal so lang wie breit)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Äcker und Ackerrandstreifen
  • Ruderalstandorte
  • Trockenrasen

Sandige u. kiesige Ruderalstellen, Bahngelände, lückige Trockenrasen, Äcker, oft auf Brandstellen

Ökologie:

  • Magerkeitszeiger (Ausgelaugte, nährstoffarme Böden)

Sandige u. kiesige Ruderalstellen, Bahngelände, lückige Trockenrasen, Äcker, oft auf Brandstellen

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan(–subalpin);

Geologie/Boden:

  • Flachgründige Böden
  • Lockere Böden (kiesig, sandig)

Sandige u. kiesige Ruderalstellen, Bahngelände, lückige Trockenrasen, Äcker, oft auf Brandstellen

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai

(III)IV–V