


Verkannter Grau-Goldlack
Erysimum andrzejowskianum
Gattung (genus)
Gattung (genus)
Goldlack, Schöterich / Erysimum
Familie (familia)
Synonyme: Verkannter Grau-Schöterich, Andrzejowski-Goldlack, Andrzejowski-Grau Schöterich; Erysimum diffusum p.p.
Pflanze lebend grasgrün, meist 1-stängelig, selten 2–4-stängelig; untere Stängelblätter fein entfernt gezähnelt, mit ganz vereinzelten (1–5 pro Laubblatt) feinsten Zähnchen (Lupe!, mehrere Pflanzen prüfen!); Stängelblatt spitzlich, selten auch mit 4-strahligen Haaren; Blüten duftwechselnd; Blütenstiel(3)4–6(8) mm lang, mit 2- und 3-strahligen Haaren; Kelchblätter (6)7–8(9) mm lang; Kronblätter(10)12–14(16) mm lang, spatelig, dunkelgelb; Antheren kahl; Narbe breit-kopfig bis deutlich eingedellt; Winkel zwischen Traubenachse und Frucht 5–10°; Frucht (45)55–80 mm lang und 1 mm breit; Kanten viel schwächer behaart als die Seiten (ähnlich wie bei Erysimum odoratum); Fruchtgriffel (0,8)1,5–2,5 mm lang. Höhe: (30)40–90(120) cm. Hemikryptophyt. V–VII. Waldsteppensäume; halbschattig; nicht synanthrop; collin(–submontan); selten. Nur im Pannonikum (Pontisch-Pannonisch). Giftig.
Detailbeschreibung
Lebensform:
- Hemikryptophyt (Stauden)
Wuchshöhe:
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
- 50 bis 100 cm: hochwüchsig
- Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig
Höhe: (30)40–90(120) cm
Blütenbiologie:
- Blüten zwittrig
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
- Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
- Typ: Traube
Blütenstiel (3)4–6(8) mm lang, mit 2- u. 3-strahligen Haaren
Blütenblätter:
- Anzahl: 4
- Blüten stieltellerförmig
- Blütenhülle freiblättrig
- Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
- Farbe: gelb
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
Kronblätter (10)12–14(16) mm lang, spatelig, dunkelgelb
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
- Griffel: 1
- Narbe kopfig oder sitzend
Fruchtgriffel (0,8)1,5–2,5 mm lang
Narbe breit-kopfig bis deutlich eingedellt
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
- Staubblätter frei
Antheren kahl
Blütenduft:
Blütenduft: duftwechselnd: Anthese: Hyazinthe, später Minze-Kakao
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Pflanze behaart
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
- Mit Faserschopf (= Tunika) am Grund der Pflanze
Pflanze lebend grasgrün, meist 1-stängelig, selten 2–4-stängelig
Stängelblatt spitzlich, selten auch mit 4-strahligen Haaren
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Apex: Blattspreite zugespitzt
- Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
- Behaarung: Haartyp: Gabelhaare/Kompassnadelhaare
- Behaarung: Haartyp: Sternhaare
- Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
- Blattrand: ganzrandig
- Blattrand: gezähnt
- Blattstellung: Grundständig (Rosette)
- Blattstellung: Wechselständig
- Spreite linealisch
Untere Stängelblätter fein entfernt gezähnelt, mit ganz vereinzelten (1–5 pro Laubblatt) feinsten Zähnchen (Lupe!, mehrere Pflanzen prüfen!)
Pflanze lebend grasgrün
Stängelblatt spitzlich, selten auch mit 4-strahligen Haaren
Fruchtstand:
Winkel zwischen Traubenachse u. Frucht 5–10°
Blütenstiel (3)4–6(8) mm lang, mit 2- u. 3-strahligen Haaren
Frucht:
- Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
- Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)
- Oberfläche: behaart
Winkel zwischen Traubenachse u. Frucht 5–10°
Frucht (45)55–80 mm lang u. 1 mm breit; Kanten viel schwächer behaart als die Seiten (ähnlich wie bei E. odoratum)
Fruchtgriffel (0,8)1,5–2,5 mm lang
Blütenstiel (3)4–6(8) mm lang, mit 2- u. 3-strahligen Haaren
Samen:
- Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)
Lebensraum:
- Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
Waldsteppensäume; halbschattig; nicht synanthrop
Ökologie:
Waldsteppensäume; halbschattig; nicht synanthrop
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin(–submontan)
Vermehrungsstrategien:
- sexuell
Blütezeit:
- 05 - Mai
- 06 - Juni
- 07 - Juli
V–VII


