Ruten-Goldlack

Erysimum hieraciifoliums. lat.


Gattung (genus)

Erysimum hieraciifolium agg.

Gattung (genus)

Goldlack, Schöterich / Erysimum

Familie (familia)

Kreuzblütler / Brassicaceae


Erysimum virgatum heißt nach aktueller Lehrmeinung Erysimum hieraciifolium, das Taxon Erysimum  virgatum s.lat. entspricht daher Erysimum hieraciifolium s.lat. sensu EF4.

Synonyme: Ruten-Schöterich, Steifer Schöterich;  Erysimum virgatum

Pflanze lebend grasgrün, ausdauerndStängel stumpfkantig;  Laubblätter dünn; (0)3–10 seitliche Trauben unterhalb der endständigen; Blüten schwach duftend; Kronblätter (8)9,5–12(13) mm lang, spatelig, sattgelb, unterseits (außen) meist behaart; Antheren kahl; Griffel 1,3–2(2,5) mm lang; Trauben zur Fruchtzeit stark verlängert; Winkel zwischen Frucht und Traubenachse 10(–30)°; Frucht (30)35–50 mm lang, 4-kantig, Kanten schwächer be­haart als die Seiten; Samen 0,3 × 1 mm. Höhe: (30)40–100(110) cm. Hemikryptophyt. V–VI(IX). stickstoffliebend; collin–alpin; zerstreut bis selten. Unbeständig bis etabliert. Giftig.

Verwechslungsmöglichkeit: bei Erysimum marschallianum!

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

  • Adventive= Eingebürgerte = Synanthrope (Archaeo-, Palaeo-, und Neophyten)

Unbeständig bis etabliert

 

Lebensform:

Wuchsform:

kurzlebig

 

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch
  • 50 bis 100 cm: hochwüchsig
  • Größer als 100cm: Sehr hochwüchsig

Höhe: (30)40–100(110) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blüten schwach duftend

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Beblätterung: Nackter Blütenstand (keine Hochblätter zwischen den Blüten)
  • Typ: Traube

(0)3–10 seitliche Trauben unterhalb der endständigen

Trauben zur Fruchtzeit stark verlängert

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Farbe: gelb
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)

Kronblatt spatelig, sattgelb, unterseits (außen) meist behaart

Kronblatt (8)9,5–12(13) mm lang

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig
  • Griffel: 1

Griffel länger als 1,2 mm

Griffel 1,3–2(2,5) mm lang

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 6 Staubblätter (meist zwei Kreise aus drei Staubblättern)
  • Staubblätter frei

Antheren kahl

 

Blütenkelch:

  • Anzahl: 4 Kelchblätter
  • Kelch freiblättrig

Blütenduft:

Blüten schwach duftend

Blütenduft: [?]

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Pflanze behaart
  • Seitentriebe anliegend/aufrecht
  • Stängel kantig
  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Pflanze lebend grasgrün

Stängel stumpfkantig

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Behaarung: (allg.) Laubblatt behaart
  • Behaarung: Haartyp: Gabelhaare/Kompassnadelhaare
  • Behaarung: Haartyp: Sternhaare
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattrand: gezähnt
  • Blattstellung: Grundständig (Rosette)
  • Blattstellung: Wechselständig
  • Spreite lanzettlich

Pflanze lebend grasgrün

Laubblatt dünn

 

Blattstiel:

Rosette:

Fruchtstand:

(0)3–10 seitliche Trauben unterhalb der endständigen

Trauben zur Fruchtzeit stark verlängert

Winkel zw. Frucht u. Traubenachse 10(–30)°

Frucht:

  • Oberfläche: behaart
  • Schote/Schötchen (aufrecht stehend und sich i.d.R. mit zwei Klappen öffnend)
  • Schote/Schötchen: Schote (Frucht mehr als dreimal so lang wie breit)

Frucht länger als 30 mm, 4-kantig, Kanten schwächer behaart als die Seiten

Frucht (30)35–50 mm lang

Trauben zur Fruchtzeit stark verlängert

Winkel zw. Frucht u. Traubenachse 10(–30)°

Griffel 1,3–2(2,5) mm lang

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Samen 0,3 × 1 mm

Lebensraum:

stickstoffliebend

Unbeständig bis etabliert

 

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

stickstoffliebend

Unbeständig bis etabliert

 

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–alpin

Geologie/Boden:

stickstoffliebend

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September

V–VI(IX)