Nacktstängel-Scharbockskraut

Ficaria calthifolia


Gattung (genus)

Scharbockskraut / Ficaria

Familie (familia)

Hahnenfußgewächse / Ranunculaceae


Synonyme: „Fruchtende Feigwurz“, Dotterblumenblättrige Feigwurz, Ficaria verna subsp. calthifolia, Ficaria nudicaulis, Ranunculus ficaria subsp. nudicaulis, Ranunculus ficaria subsp. calthifolius, Ranunculus calthifolius

Stängel (Blütenstiele) 0–1 Laubblatt (oder 1 Hochblatt); Laubblätter eine grundständige oder bis rund 5 cm lange gestielte Rosette bildend; Laubblattspreite eiförmig, meist ziemlich matt; Hydathoden (helle, dickliche Punkte) des Blattrandes je meist in schwachen, abgerundeten bis stumpfwinkeligen Kerben, zwischen ihnen meist keine oder aber etwa recht­winkelige Kerben (Lupe!); Brutknöllchen fehlend; Blütenstiele nach der Anthese auffallend stark bogig zum Boden zurückgekrümmt (myrmekochor); Blüten 20–25 mm im Durchmesser; Staubblätter meist 30–40; Nüsschen reichlich und gut entwickelt (Pflanze sexuell), behaart. Höhe: 3–5(10) cm. Geophyt. Blütezeit: (II)III–IV. Eichenwälder und Säume, Halbtrockenrasen, Robinienforste, Kunstrasen (besonders in Friedhöfen); collin; zerstreut bis selten.

 

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • krautig

Wuchshöhe:

  • Pflanze bis 5 cm hoch: niedrigwüchig bzw. dem Boden anliegend
  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig

Höhe: 3–5(10) cm

Blütenbiologie:

Brutknöllchen fehlend

Blütenblätter:

Kronblätter 10–15 mm lang

Kronblätter gelb, — (7)8–10(13), auffallend lackartig glänzend; Nektardrüsen (am Grund des Kronblatts) unter einer Schuppe („Nektarschuppe“) verborgen (Lupe!;)

Blütensymmetrie:

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: zahlreiche Staubblätter (mehr als zehn)

Staubblätter meist 30–40

Blütenkelch:

  • Anzahl: 3 Kelchblätter

Kelchblätter 3 (selten mehr)

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen

Wurzelknollen keulig

 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Stängel (Blütenstiele) mit 0–1 Laubblättern (oder 1 Hochblatt

Stängel niederliegend bis aufstei­gend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Spreite eiförmig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Spreitengrund herzförmig
  • Blattrand: gekerbt

Laubblätter ungeteilt

Laubblattspreite eiförmig

Laubblattspreite meist ziemlich matt

Laubblattspreite mit herzfömigen Grund, ± schwach grob gekerbt, kahl

Hydathoden (helle, dickliche Punkte) des Blattrandes je meist in schwachen, abgerundeten bis stumpfwinkeligen Kerben, zwischen ihnen meist keine oder aber etwa recht­winkelige Kerben (Lupe!);

Rosette:

  • Vollrosettenpflanze (alle Laubblätter in der Grundrosette)

Laubblätter eine grundständig oder bis » 5 cm lange gestielte Rosette bildend

Frucht:

  • mit Fruchtschnabel
  • Nuss/Nüsschen/Flügelnuss
  • Sammelnussfrucht
  • Oberfläche: behaart

Nüsschen reichlich und gut entwickelt (Pflanze sexuell), behaart

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ruderalstandorte

Eichenwälder und Säume, Halbtrockenrasen, Robinienforste, Kunstrasen (besonders in Friedhöfen)

Ökologie:

Zeigerwerte: – 5 7 4  5 7 7

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder

coll

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell
  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Verbreitunsstrategien:

  • Ameisenausbreitung (Myrmekochorie)

Blütenstiele nach der Anthese auffallend stark bogig zum Boden zurückgekrümmt (myrmekochor)

Blütezeit:

  • 02 - Februar
  • 03 - März
  • 04 - April

(II)III–IV.