Knöllchen-Scharbockskraut

Ficaria verna s.str.


Gattung (genus)

Scharbockskraut / Ficaria

Familie (familia)

Hahnenfußgewächse / Ranunculaceae


Synonyme: Gewöhnliches Scharbockskraut, Gewöhnliche Feigwurz, Ficaria verna var. bulbifera, Ficaria bulbifera, Ranunculus ficaria subsp. bulbilifer, Ranunculus ficaria subsp. bulbifer, Ranunculus ficaria „s.str.“, Ranunculus ficaria subsp. verna, Ranunculus ficaria „subsp. ficaria“, Ficaria verna subsp. verna

Stängel (Blütenstiele) mit 2–4 Laubblätter (diese oft fast gegenständig), keine deutliche Grundrosette bildend; Laubblattspreite mehr oder weniger rundlich, deutlich fettig glänzend; Hydathoden des Blattrandes je meist an der Spitze der (oft undeutlichen) Blattrand-Kerbzähne, Kerben zwischen ihnen meist sehr eng (Winkel spitz, meist rund 45–0° und dann Ränder einander überlappend); Pflanze bildet nach dem Blühen Brutknöllchen in den Laubblattachseln (myrmekochor?); Blütenstiele nach der Blütezeit nicht oder kaum gebogen; Blüten 20–25 mm im Durchmesser; Kronblätter einander meist nicht oder nur wenig überdeckend; Pollen stets irregulär (Pollenkörner teilweise leer); Blüten duftend; Nüss­chen meist verkümmert (Pflanze apomiktisch: nur vegetative Fortpflanzung). Höhe: 5–10(20) cm; Größe: 5–30(40) cm. Geophyt. Blütezeit: (III)­IV(V). Sehr nährstoffreiche, feuchte Edellaubwälder, besonders Auwälder; Wildgemüse (junge Laubblätter vor der Blütezeit); manche Pflanzenteile für den Menschen schwach giftig (Laubblätter nach der Blütezeit, Wurzelknollen und Brutknöllchen); collin–(unter)montan; häufig.

 

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • krautig

Wuchshöhe:

  • 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 5–10(20) cm; Größe: 5–30(40) cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig
  • Pflanze einhäusig

Blütenblätter:

  • Anzahl: mehr als sechs Blütenblätter
  • Farbe: gelb
  • Blüte mit Nektarien/Nektarblättern/Diskus
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Kronblätter gelb,  (7)8–10(13); auffallend lackartig glänzend

Nektardrüsen (am Grund des Kronblatts) unter einer Schuppe („Nektarschuppe“) verborgen (Lupe!)

Kronblätter 10–15 mm lang

Kronblätter einander meist nicht oder nur wenig überdeckend

Blüten 20–25 mm Durchmesser

Blütensymmetrie:

männliche Organe (Andrözeum):

Pollen stets irregulär (Pollenkörner teilweise leer)

Blütenkelch:

  • Anzahl: 3 Kelchblätter

Kelchblätter 3 (selten mehr)

Blütenduft:

  • mit deutlichem Blütenduft (kräftig bzw. stark lt. EF 4)

Blütenduft: Biskuit

Wurzel (Knolle, Rhizome, Zwiebel):

  • Speicherwurzel(n) – Rüben und Wurzelknollen

Wurzelknollen keulig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze niederliegend oder aufsteigend

Stängel niederliegend bis aufstei­gend

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Spreitengrund herzförmig
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Spreite rundlich

Laubblätter ungeteilt

Laubblattspreite mit herzförmigem Grund, ± schwach grob gekerbt, kahl

Stängel (Blütenstiele) mit 2–4 Laubblättern (diese oft fast gegenständig) Laubblattspreite ± rundlich (Lupe!)

Laubblattspreite deutlich fettig glänzend

Hydathoden des Blattrandes je meist an der Spitze der (oft undeutlichen) Blattrand-Kerbzähne, Kerben zwischen ihnen meist sehr eng (Winkel spitz, meist » 45–0° und dann Ränder einander ± überlappend)

Rosette:

Laubblätter keine deutliche Grundrosette bildend

Frucht:

Nüss­chen meist verkümmert (Pflanze apomiktisch: nur vegetative Fortpflanzung)

Samen:

  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Auwälder
  • Wälder und Forste

Sehr nährstoffreiche, feuchte Edellaubwälder, besonders Auwälder

Ökologie:

Zeigerwerte: 4 5 3  6 7 7

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

coll–(u’)mont

Vermehrungsstrategien:

  • asexuell - rein vegetativ, über Ausläufer, Brutknöllchen etc..

Pflanze nach dem Blühen mit Brutknöllchen in den Laubblattachseln (myrmekochor?)

Pflanze apomiktisch: nur vegetative Fortpflanzung

Verbreitunsstrategien:

  • Ameisenausbreitung (Myrmekochorie)

Blütenstiele postfloral nicht oder kaum gebogen

Pflanze nach dem Blühen mit Brutknöllchen in den Laubblattachseln (myrmekochor?)

Blütezeit:

  • 03 - März
  • 04 - April
  • 05 - Mai

(III)­IV(V).