Waldmeister

Galium odoratum


Gattung (genus)

Labkraut / Galium

Familie (familia)

Kaffeegewächse / Rubiaceae


Synonyme: Echter Waldmeister,Duft-Labkraut; Aspe­rula odorata

Pflanze grasgrün, im welken und trockenen Zustand nach Kuma­rin (giftig) duftend (= „Waldmeistergeruch“); Stängel 4-kantig, unverzweigt; Laubblattquirle untere 6-, obere 8-zählig; Laubblätter lanzettlich, flach; Frucht dicht mit hakigenBörstchen besetzt. Höhe: 15–30 cm. Geophyt, wintergrün. V–VI. Edellaubwälder; collin–montan; häufig. Würzpflanze („Maibowle“!), Mottenmittel und Volksarzneipflanze (Kraut); schwach giftig.

 

Detailbeschreibung
Details

Flora status:

Lebensform:

  • Geophyt (Zwiebel-, Knollen- und Rhizompflanzen)

Wuchsform:

  • ausdauernd
  • krautig
  • pollakanth (mehrmals blühend)

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 15–30 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten zwittrig
  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • tierbestäubt (zoophil, meist Insekten)

Blütenstand:

  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten auf beblättertem Stängel
  • Typ: Komplexe Blütenstände ohne eindeutige Hauptachse: Thyrse/Zymoid/Pleiochasium, etc..

Blütenblätter:

  • Anzahl: 4
  • Blüten trichter- oder radförmig
  • Blüten zylindrisch oder glockenförmig
  • Blütenhülle ungleichförmig (heterochlamydeisch = Gliederung in Kelch und Krone)
  • Blütenhülle verwachsenblättrig
  • Farbe: weiß oder cremefarben
  • Grösse: Blüten sehr klein (unter 5mm Durchmesser)
  • Verwachsenblättrig mit Kronröhre

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtblätter verwachsen
  • Fruchtknoten unterständig
  • Griffel: 2 (bzw. Narben (bei Seggen))

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 4 Staubblätter

Blütenkelch:

  • nicht vorhanden oder hinfällig

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

Pflanze grasgrün, im welken und trockenen Zustand nach Kuma­rin (giftig) duftend (= „Waldmeistergeruch“)

Stängel 4-kantig, unverzweigt

wintergrün

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Apex: Blattspreite zugespitzt
  • Blattform: einfach und ungeteilt (zB Buchenblatt)
  • Blattrand: ganzrandig
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Quirlständig
  • Laubblätter alle gleich gestaltet
  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
  • Spreite lanzettlich
  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)

Pflanze grasgrün, im welken und trockenen Zustand nach Kuma­rin (giftig) duftend (= „Waldmeistergeruch“)

Laubblattquirle untere 6-, obere 8-zählig; Laubblätter lanzettlich, flach

Blattstiel:

Frucht:

  • Oberfläche: dornig/stachelig
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)

Frucht dicht mit hakigen Börstchen besetzt

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Frucht zwei- bis wenigsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste

Edellaubwälder

Ökologie:

Edellaubwälder

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Geologie/Boden:

Edellaubwälder

Vermehrungsstrategien:

  • sexuell

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni

V–VI