Purpur-Storchschnabel
Geranium purpureum
Gattung (genus)
Artengruppe Stink-Storchschnabel / Geranium robertianum agg.
Gattung (genus)
Familie (familia)
Storchschnabelgewächse / Geraniaceae
Synonym: Geranium robertianum subsp. purpureum
Kelch mit 0,4–1,0(2,5) mm lang Drüsenhaaren und meist nur wenigen drüsenlosen Haaren; Kelchblatt mit 0,5–1,5 mm langer Granne; Krone kräftig rosarot; Kronblatt (4)5–9 mm lang, Platte länglich-elliptisch, 1,5–3(4) mm lang und 1–1,5(2) mm breit, die Kelchzipfel (samt Granne) um (1)2–3 mm überragend; Antheren 0,2–0,3(0,4) mm lang, stets hellgelb; Fruchtklappen rot- bis ockerbraun, oben mit 4 Querrunzeln, weiter unten netzförmig, meist ± behaart. Höhe: 5–30 cm. ☉ Therophyt. IV–VI. Ruderalfluren, besonders Bahnanlagen (Gleisschotter); collin–submontan; selten. (Hauptverbreitung: Mediterranraum.) Etabliert (erstmals um 1990 in Österreich beobachtet, expansiv).
Detailbeschreibung
Wuchsform:
- annuell
Wuchshöhe:
- 5 bis 15 cm: kleinwüchsig
- 15 bis 50 cm: mittelhoch
Höhe: 5–30 cm
Blütenbiologie:
- Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
- Blüten zwittrig
Blütenstand:
- Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln
- Infloreszenz wenigblütig
Blütenstand 1–2-blütig (je scheinbar in der Achsel eines Laubblatts)
Blütenblätter:
- Anzahl: 5
- Blütenhülle freiblättrig
- Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
- Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
Krone kräftig rosarot
Kronblätter (4)5–9 mm lang
Platte länglich-elliptisch, 1,5–3(4) mm lang und 1–1,5(2) mm breit, die Kelchzipfel (samt Granne) um (1)2–3 mm überragend
Blütensymmetrie:
- Blüte radiärsymmetrisch
weibliche Organe (Gynözeum):
- Fruchtknoten oberständig
Fruchtknoten 1, oberständig, 5-fächrig, im Fruchtzustand schnabelartig verlängert (= Fruchtschnabel)
Narben 5
männliche Organe (Andrözeum):
- Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
- Staubbeutel gelb
Antheren 0,2–0,3(0,4) mm lang, stets hellgelb
Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:
- Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend
Stängel und Laubblätter auf sonnigen, trockenen Standorten (zB Bahnschotter) meist stark dunkelpurpurrot verfärbt
Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):
- Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
- Blattform: zusammengesetzt, handförmig
- Blattform: zusammengesetzt, dreizählig
- Blattform: geteilt, geschnitten
- Blattrand: gekerbt
- Blattrand: gesägt
- mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)
- Blattstellung: Wechselständig
- Blattstellung: Gegenständig
Laubblätter wechselständig oder gegenständig
Stipeln vorhanden
Laubblattspreite handfömig zusammengesetzt oder handförmig geteilt, höchstens ≈ so lang wie breit (meist aber etwas breiter als lang); meist alle 10 Staubblätter mit Anthere;
Grundblätter stets lang gestielt
Laubblattspreite (3)5-zählig handförmig zusammengesetzt, Blättchen 1–2× fiederteilig, Abschnitte tief kerbsägig
Pflanze auffallend riechend
Stängel und Laubblätter auf sonnigen, trockenen Standorten (zB Bahnschotter) meist stark dunkelpurpurrot verfärbt
Blattstiel:
- Blattstiel lang (deutlich)
Frucht:
- Farbe: rot
- Kapsel
- mit Fruchtschnabel
- Spaltfrucht (z.B. Ahorn)
- Oberfläche: behaart
Fruchtklappen rot- bis ockerbraun, oben mit 4 Querrunzeln, weiter unten netzförmig, meist ± behaart
Spaltfrucht: die Teilfrüchte sind 1-samige Kapseln, die ruckartig von unten nach oben aufspringen, wodurch der Same ausgeschleudert wird; die Fruchtklappen bleiben, bogig nach oben gekrümmt, an der Griffelsäule (= Griffel im Fruchtzustand = Fruchtschnabel) hängen
Lebensraum:
- Ruderalstandorte
Ruderalfluren, besonders Bahnanlagen (Gleisschotter)
Höhenstufen:
- Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
- Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
collin–submontan
Blütezeit:
- 04 - April
- 05 - Mai
- 06 - Juni
IV–VI

