Stink-Storchschnabel

Geranium robertianum s.str.


Gattung (genus)

Artengruppe Stink-Storchschnabel / Geranium robertianum agg.

Gattung (genus)

Storchschnabel / Geranium

Familie (familia)

Storchschnabelgewächse / Geraniaceae


KB mit (1)1,5–3 mm lg Granne; KroB (9)10–13(15) mm lg, Platte schmal-verk’­eifmg, (3,5)5–8 mm lg u. 2–3,5 mm br, die KZipfel (samt Granne) um ≈ 6–7 mm überragend; Antheren 0,4–0,7 mm lg, rotbraun (s slt gelb); FrKlappen grau bis schwärzl., oben mit 1–2(3) Querrunzeln, unten Längsleisten, nicht netzfmg, kahl.  — K mit kürzeren DrüHaaren u. 1–4 mm lg, drü’losen Haaren; Kro purpurrosa. H: 20–40 cm. Th. V–X(XI). Kräuterreiche Wälder, Schluch­ten, Waldschläge, ± frische Ruderalstellen u. Schutthalden, Gleisschotter; Nährst’­Zeiger (nitrophil); coll–mont; s hfg. Alle TG. VArzPf (auch modern). – (Tetraploid: 2n = 64) – (G. roberti­anum subsp. robertianum)             EchterStink-St., Ruprechts-St.,      
             Ruprechtskraut / G. robertianum (s. str.)

Detailbeschreibung
Details

Lebensform:

Th.

Wuchsform:

  • annuell

Wuchshöhe:

  • 15 bis 50 cm: mittelhoch

Höhe: 20–40 cm

Blütenbiologie:

  • Blüten oder Blütenähnliche Strukturen vorhanden: Vermehrung über Samen (Samenpflanzen)
  • Blüten zwittrig

Blütenstand:

  • Infloreszenz wenigblütig
  • Anordnung: Infloreszenz oder Einzelblüten in Laubblattachseln

Blütenstand 1–2-blütig (je scheinbar in der Achsel eines Laubblatts)

Blütenblätter:

  • Anzahl: 5
  • Blütenhülle freiblättrig
  • Farbe: purpurn oder (purpur)rosa
  • Grösse: Blüten mittelgross (1-2 cm Durchmesser)
  • Grösse: Blüten gross (mehr als 2 cm Durchmesser)

Krone purpurrosa

Kronblätter (9)10–13(15) mm lang

Platte schmal-verkehrt­eiförmig, (3,5)5–8 mm lang und 2–3,5 mm breit, die Kelchzipfel (samt Granne) um ≈ 6–7 mm überragend

Blütensymmetrie:

weibliche Organe (Gynözeum):

  • Fruchtknoten oberständig

Fruchtknoten 1, oberständig, 5-fächrig, im Fruchtzustand schnabelartig verlängert (= Fruchtschnabel)

Narben 5

männliche Organe (Andrözeum):

  • Anzahl: 10 Staubblätter (meist zwei Kreise zu je fünf Staubblättern)
  • Staubbeutel nicht gelb (z.B. rot, violett, etc..)
  • Staubbeutel gelb

Antheren 0,4–0,7 mm lang, rotbraun (sehr selten gelb)

Blütenkelch:

Kelch mit kürzeren Drüsenhaaren und 1–4 mm langen, drüsenlosen Haaren

Kelchblätter mit (1)1,5–3 mm langer Granne

 

Spross, Achse, Stamm (zB Borke), Stängel, Internodien:

  • Wuchs: Pflanze aufrecht wachsend

Stängel und Laubblätter auf sonnigen, tro­ckenen Standorten (zB Bahnschotter) meist stark dunkelpurpurrot verfärbt

Blatt (Bl. Spreite, Haare, Farbe, Nervatur):

  • Pflanze aromatisch (beim Zerreiben würzig riechend)
  • Blattform: zusammengesetzt, handförmig
  • Blattform: zusammengesetzt, dreizählig
  • Blattform: geteilt, geschnitten
  • Blattrand: gekerbt
  • Blattrand: gesägt
  • Blattstellung: Gegenständig
  • Blattstellung: Wechselständig
  • mit Nebenblättern (und/oder Nebenblättchen)

Laubblätter wechselständig oder gegenständig

Stipeln vorhanden

Laubblattspreite (3)5-zählig handförmig zusammengesetzt, Blättchen 1–2× fieder­teilig, Abschnitte tief kerbsägig

Pflanze auffallend riechend

Stängel und Laubblätter auf sonnigen, tro­ckenen Standorten (zB Bahnschotter) meist stark dunkelpurpurrot verfärbt

 

Blattstiel:

Frucht:

  • Kapsel
  • Spaltfrucht (z.B. Ahorn)
  • Farbe: blau oder schwarz

Fruchtklappen grau bis schwärzlich, oben mit 1–2(3) Querrunzeln, unten Längsleisten, nicht netzförmig, kahl

Spaltfrucht: die Teilfrüchte sind 1-samige Kapseln, die ruckartig von unten nach oben aufspringen, wodurch der Same ausgeschleudert wird; die Fruchtklappen bleiben, bogig nach oben gekrümmt, an der Griffelsäule (= Griffel im Fruchtzustand = Fruchtschnabel) hängen

Grundblätter stets lang gestielt

Samen:

  • Frucht einsamig
  • Samen von Fruchtknoten eingeschlossen (Bedecktsamer)

Lebensraum:

  • Wälder und Forste
  • Waldlichtungen, Waldschläge, Gebüsche, Saumgesellschaften
  • Ruderalstandorte

Kräuterreiche Wälder, Schluch­ten, Waldschläge, ± frische Ruderalstellen und Schutthalden, Gleisschotter

Ökologie:

  • Nährstoffzeiger (fette, nährstoffreiche Böden)

Nährstoffzeiger (nitrophil)

Höhenstufen:

  • Collin (von 0 bis 250/400 m SH) – Waldsteppenzone, trocken-warme Eichen-Hainbuchenwälder
  • Submontan (bis 350/450m SH) - Buchenwälder und Eichen-Hainbuchenwälder
  • montan bzw. untermontan (bis 700/900m SH) – Buchenwälder

collin–montan

Blütezeit:

  • 05 - Mai
  • 06 - Juni
  • 07 - Juli
  • 08 - August
  • 09 - September
  • 10 - Oktober
  • 11 - November

V–X(XI)